Daran denkt man kaum

Welches Wort uns nachts oft über die Lippen kommt

Regeneration & Schlaf
20.09.2026 10:00

Manche Menschen murmeln im Schlaf, manche flüstern und manche schimpfen sogar. Ein bestimmtes Wort kommt uns nachts aber besonders oft über die Lippen, wenn man Forschern Glauben schenkt. Welches das ist? Lesen Sie einfach weiter. Die Antwort dürfte viele überraschen.

Gerade noch hat man entspannt neben seinem Partner gedöst, bis dieser auf einmal im Schlaf murmelt. Kein Wunder, dass man da genauer hinhört. Zum Glück (oder auch nicht) ist es selten ein Geheimnis, das der Schlafende ausplaudert, sondern vielmehr ein kurzes, simples Wort: „Nein.“ Das fanden zumindest französische Schlafforscher heraus. 

Es wird geschimpft und geflucht
Als wäre das Nein-Sagen nicht schon interessant genug, wird in der Nacht offenbar gerne auch geflucht. Knapp jeder zehnte Satz enthielt ein Schimpfwort. Dabei gab es Unterschiede zwischen den Schlafphasen: Während des REM-Schlafs, jener Phase mit den schnellen Augenbewegungen, wurde eher beleidigt, beschuldigt oder verbal angegriffen, im Non-REM-Schlaf dagegen mehr geflucht.

Spannende Ergebnisse der Studie

Die französischen Schlafforscher beobachteten 232 Erwachsene im Schlaflabor und werteten Sprachfetzen und Sätze aus. Übrig blieben 3349 verständliche Wörter. Verneinungen machten insgesamt 21,4 Prozent der Äußerungen aus. Am häufigsten hörten die Wissenschafter – wie erwähnt – „Nein“. Ein „Ja“ kam deutlich seltener vor. Die Wörter „Du“ und Formen des Verbs „sein“ tauchten auch oft auf.

Auch zwischen den Geschlechtern zeigte sich ein klarer Unterschied: Männer sprachen häufiger im Schlaf und verwendeten eher Schimpfwörter als Frauen.

Die Sätze waren übrigens bei allen Teilnehmern grammatikalisch erstaunlich gut ausformuliert. Das Gehirn scheint also keineswegs nachts einfach auf „Stand-by“ zu schalten. Vielmehr ähnelte die Sprache in Aufbau und Gesprächsverhalten jener im Wachzustand.

Allerdings hat die Studie einen kleinen Haken: Die meisten untersuchten Personen litten unter sogenannten Parasomnien (Schlafstörungen) wie beispielsweise Schlafwandeln. Nur 15 der 232 Teilnehmer waren gesund. Die Ergebnisse lassen sich deshalb nicht einfach auf jeden Menschen übertragen, der gelegentlich im Schlaf spricht. Wer möchte, kann beim eigenen, schlummernden Partner ab nun trotzdem genauer hinhören. Natürlich nur im Zeichen der Wissenschaft.

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