Ein zorniger Jäger ließ seiner Wut freien Lauf und beschimpfte einen Mountainbiker als „Volltrottel“ und trat gegen dessen Rad.
Eine höchst unliebsame Begegnung hatte Mountainbiker Paul S. aus Ternitz am 12. September mit einem Forstaufsichtsorgan bei Vöstenhof, Bezirk Neunkirchen (NÖ). Er befuhr einen Weg, der zwar mit einer Schranke versehen war, aber: „Ein deutliches Verbotsschild sah ich nicht“, so der Biker. Wenige Minuten später versperrte ihm bereits ein Mann in Camouflagekleidung den Weg. „Er gab sich als zuständiges Forstaufsichtsorgan aus, schoss sofort ein Foto von mir und meinte, mithilfe der Gesichtserkennung könne er mich zu 85 Prozent ausforschen und anzeigen“, so S.
„Lauter Volltrotteln“ – Jäger ließ seiner Wut freien Lauf
„Auf meine Frage, warum man hier nicht fahren dürfe, reagierte der Herr dann mit Beschimpfungen“, erzählt der Radfahrer. „Was ist das für eine blöde Frage? Ich fahre ja auch nicht in Ihrem privaten Garten herum“. Er müsse sich täglich mit mindestens fünf Volltrotteln wie mir herumschlagen, die hier mit ihren Rädern herumfahren, berichtet Paul S.
Besonders heftig wurde die Situation, als der Forstaufseher begann, gegen den Reifen seines E-Bikes zu treten. „Erst als ich ihm sagte, ich habe eine Bodycam und alles gefilmt, wurde er kleinlaut und hörte auf“, so Herr S. Da ihm bewusst war, dass er mit seinem Rad auf verbotenem Terrain war, kehrte er um. Zurück blieb jedoch die Frage, ob man sich diese rabiate Art eines Forstaufsehers gefallen lassen muss.
Jäger ist im Ort bekannt für seine ruppige Art
Laut „Krone“-Recherche vor Ort handelt es sich dabei um einen ortsbekannten Jäger, der dafür bekannt ist, immer wieder rabiat mit Mountainbikern umzuspringen. Denn gerade durch E-Bikes werde die Belastung und der Stress für Wildtiere immer höher. „Ein Reh kann die Geschwindigkeit eines Radfahrers nicht abschätzen, die eines Wanderers schon“, erklärt ein benachbarter Jäger die Sinnhaftigkeit von Fahrverboten auf den meisten Forststraßen.
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