Wechsel in der SPÖ?

Zeiler-Umfeld plant die Operation „roter Oktober“

Innenpolitik
20.09.2026 09:00

Gerhard Zeiler tourt durch Österreich – und erhält in den SPÖ-Landesorganisationen offenbar Zuspruch für einen möglichen Wechsel an der Parteispitze. Nach einer Chaos-Woche bei den Roten läuft die von seinem Umfeld vorangetriebene Mission „roter Oktober“ nun voll an. 

„Sag niemals nie!“, sagte der internationale Medienmanager Gerhard Zeiler jüngst im ORF auf die Frage, ob er gerne SPÖ-Chef werden würde. Sein Umfeld ist da offenbar schon weiter. Wie die „Krone“ erfuhr, besuchte Zeiler bereits sechs von neun Bundesländern, um mit den SPÖ-Länderspitzen einen Wechsel an der Spitze zu planen. Gemündet sind diese Gespräche in Plänen für die – wie man sie im Zeiler-Umfeld nennt – Operation „roter Oktober“. Auch die inhaltliche Stoßrichtung ist schon klar. Zeiler sei demnach die beste Antwort auf Parteichef Andreas Babler – „Wirtschaftskompetenz, statt Marxismus.“

Das Alter als Vorteil 
Zudem wird Zeiler zugetraut, die tiefen – und auch diese Woche gleich mehrfach wieder offenbarten – Gräben in der SPÖ zuzuschütten. Der Trumpf aus Sicht mehrerer hochrangiger Unterstützer: Der Medienmanager könne mit dem linken Flügel, ohne dabei selbst ein Linker zu sein. „In der Migrationsfrage ist Zeiler auch kein Romantiker, sondern ein harter Realist“, bringt es ein roter Spitzenfunktionär auf den Punkt.

In Zeilers Alter (71) sehen Genossen auch einen Vorteil: Der erfahrene Medienmanager könnte den roten Karren aus dem Dreck ziehen, die SPÖ stabilisieren und dann rechtzeitig Platz für eine neue Generation an der roten Parteispitze machen.

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