Die Rekordtrockenheit des vergangenen Hitzesommers lässt die Ernte bei Mais, Zuckerrübe, Kartoffel, Soja, Sonnenblume und Kürbis einbrechen. Einzig die Getreideernte fällt nicht so schlecht aus, wie noch Anfang August erwartet.
Die geschätzten Ertragserwartungen bei Kartoffeln sind laut Landwirtschaftskammer „dramatisch“ und bewegen sich zwischen minus 50 Prozent und minus 70 Prozent. Herbstkulturen wie Körnermais, Silomais, Kartoffel, Kürbis, Sonnenblume, Soja und Zuckerrübe waren von der Rekord-Trockenheit länger betroffen als Getreide, das bereits im Sommer geerntet wurde.
Im Vergleich zum 5-Jahresschnitt könnte bei Körnermais die Gesamtmenge in Tonnen um knapp 30 Prozent und bei Sojabohnen um über 50 Prozent einbrechen.
„Dramatische Missernte“
„Die Missernte der Herbstkulturen fällt noch dramatischer aus, als befürchtet“, so Landwirtschaftskammer-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger. Die Landwirtschaft sei von einer Trockenheit „bisher ungeahnten Ausmaßes getroffen und geschädigt worden“. Das Dürrepaket der Regierung und die anderen gesetzten Maßnahmen seien „überlebensnotwendig“. Es müsse auch „weitere Zukunftsinvestitionen in die Klimafitness“ der heimischen Land- und Forstwirtschaft geben.
Schlechte Zuckerrübenernte erwartet
Die Zuckerrübenmenge könnte heuer aufgrund der Rekordtrockenheit gegenüber dem Vorjahr laut Prognose um bis zu 52 Prozent einbrechen. Die Ertragserwartungen würden sich von minus 30 Prozent in den besseren Lagen bis minus 70 Prozent im Trockengebiet in Ostösterreich bewegen.
Die Getreideernte fällt hingegen nicht so schlecht aus, wie Anfang August erwartet. Damals ging die Agrarmarkt Austria (AMA) bei der Getreideproduktion ohne Mais von einem Rückgang im Vergleich zum langjährigen Schnitt von 14,4 Prozent aus. Das Minus liegt bei 10,9 Prozent. Bei der Weichweizenmenge beträgt der Rückgang 15,6 Prozent.
Um ein Viertel weniger Wein
Zuletzt gab es Ernteprognosen auch aus anderen landwirtschaftlichen Bereichen: Die Weinernte dürfte heuer um ein Viertel niedriger ausfallen als im Langzeitschnitt und bei der Apfelernte wird um ein Drittel weniger erwartet als 2025.
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