Das ukrainische Militär hat einen neuen Abfangjäger gegen Russlands schnelle Geran-5-Drohnen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj postete am Samstag ein Video von dem zweiten Einsatz. Die Spionageabwehr des Geheimdiensts SBU habe eine russische Geran-5-Drohne getroffen, kommentierte er.
Darüber hinaus bedankte er sich bei den Kämpferinnen und Kämpfern. Das Video, das Selenskyj postete, soll zunächst den Start des Abfangjägers und anschließend Bilder aus dessen Bordkamera zeigen. Die ukrainische Drohne nähert sich demnach ihrem Ziel. Die Aufnahme ist nur wenige Sekunden lang. Sie lässt sich nicht unabhängig überprüfen.
Bereits einige Stunden zuvor hatte Selenskyj auf der Plattform X mitgeteilt, dass ein neuer Abfangjäger entwickelt und erfolgreich eingesetzt worden sei. Man setze einen Schritt nach dem anderen, um der Ukraine mehr Schutz zu bieten. Das ukrainische Militärportal „Militarnyi“ geht davon aus, dass die Abfangdrohne einen Strahlantrieb hat. Ursprünglich war die bereits bekannte Abfangdrohne „Alexa Spatium“ unter anderem für den Einsatz gegen die russischen Geran-3, Geran-4 und Geran-5-Drohnen entwickelt worden.
Das russische Militär setzt bei dem Kampf aus der Luft immer häufiger auf Drohnen mit Strahlantrieb, die wesentlich schneller als andere sind. Die Geran-5 können beispielsweise bis zu 600 Kilometern pro Stunde und Flughöhen von bis zu sechs Kilometern erreichen. Das macht es schwieriger, sie zu bekämpfen.
Hier sehen Sie das Video von dem Einsatz, das Selenskyj gepostet hat:
Rüstungsgeschäft mit US-Regierung
Laut einer Analyse der BBC setzte die russische Armee im August bereits 2800 strahlgetriebene Drohnen im Ukraine-Krieg ein. Am Freitag wurde bekannt, dass die Ukraine mehr als 3,3 Milliarden Euro aus dem Unterstützungskredit der EU erhält, insbesondere für den Kauf von Raketen und Drohnen. Das US-Außenministerium hat ein Rüstungsgeschäft in der Höhe von knapp 2,7 Milliarden US-Dollar mit Kiew genehmigt. Das Paket diene der Weiterentwicklung der Luftabwehr und umfasse die zugehörige Ausrüstung und Dienstleistungen, teilte das Ministerium am Freitag mit. Es gehe um den Kauf verschiedener Raketentypen, von Abschussvorrichtungen und Radarsystemen zur Drohnenabwehr.
US-Präsident Donald Trump hat auch ein neues Sanktionspaket gegen Russland in Kraft gesetzt. Enthalten sind unter anderem Strafmaßnahmen gegen russische Firmen und Politikerinnen und Politiker, sowie Sanktionen gegen russische Öl- und Gasexporte, mit denen der Kreml seinen Krieg finanziert. Es berechtigt Trump dazu, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen – sowie jene fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen.
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