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Nach Insolvenz: Neustart für Rosen Waibel

Wirtschaft
19.09.2026 18:17

Nach der Insolvenz im Juni mit rund 2,5 Millionen Euro Schulden gibt es für den Blumenhandel Rosen Waibel in Mäder wieder eine Zukunft. Die Gläubiger haben am Donnerstag dem Sanierungsplan zugestimmt. Der Betrieb wird allerdings deutlich verkleinert – unter anderem wird die Produktion geschlossen, um Kosten zu sparen.

Am Donnerstagmittag stimmten die Gläubiger am Landesgericht Feldkirch dem vorgelegten Sanierungsplan zu. Der traditionsreiche Blumenhändler aus Mäder hatte im Juni Insolvenz angemeldet. Damals standen Schulden von rund 2,5 Millionen Euro im Raum. Der nunmehrige Sanierungsplan sieht vor, dass die Gläubiger immerhin 40 Prozent ihrer offenen Forderungen zurückbekommen sollen. 

Hohe Kosten als Auslöser
In die finanzielle Notlage war der Händler vor allem durch massiv gestiegene Ausgaben geraten. Das Beheizen der Glashäuser wurde immer teurer, genauso wie Strom und Transporte. Zudem litt die Firma unter dem enormen Preisdruck in der Branche, große Konkurrenten aus dem Ausland drängten mit günstigen Blumen auf den Vorarlberger Markt. Am Ende erwies sich die Gemengelage als toxische Mixtur, ein „Weiter wie bisher“ war nicht mehr möglich. 

Produktion wird geschlossen
Um das Unternehmen zu retten und wieder auf Kurs zu bringen, sind allerdings harte Einschnitte nötig. Die eigene Produktion in Mäder wird komplett geschlossen, Blumen und Pflanzen werden in Zukunft nicht mehr selbst gezogen, sondern nur noch von externen Anbietern eingekauft. Diese Blumen kommen dann unter anderem aus Holland.

Personalabbau im Verkauf
Die Umstellung bringt auch einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen mit sich. Im Gartencenter selbst sind heute nur noch zwölf statt der ehemals 23 Personen beschäftigt. Das Verkaufsteam wurde also fast halbiert. Durch das Ende der Pflanzenzucht gehen noch zusätzliche Jobs in der Produktion verloren.

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