Sportlich brisant

Das Ländle-Derby wird zum großen Fan-Spektakel

Fußball National
19.09.2026 12:55

Auch wenn bis zuletzt Ticketanfragen gekommen sind – das neunte Vorarlberger Bundesliga-Derby zwischen der Lustenauer Austria und dem SCR Altach ist schon lange ausverkauft. Kein Wunder, geht es im Ländle-Duell doch sportlich um einiges – das wissen auch die beiden Trainer.

Noch herrscht die Ruhe vor dem Sturm, doch spätestens mit Anpfiff um 17 Uhr sind alle Augen auf das Spielfeld gerichtet. Bereits zwei Stunden vor Spielbeginn werden die Stadiontore geöffnet, damit für den Einlass – es gibt strenge Kontrollen – genügend Zeit bleibt. Der Appell der Vereinsverantwortlichen lautet daher, früh genug zu kommen, um lange Warteschlangen tunlichst zu vermeiden.

Favoritenrolle bringt keine Punkte
Sportlich sieht sich keiner der beiden Mannschaften in der Favoritenrolle. „Es wird eine unglaubliche Stimmung im Stadion herrschen und auf dem Rasen werden zwei Mannschaften stehen, die sich alles abverlangen und dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen. Die Zuschauer können sich auf ein Spektakel einstellen“, ist Trainer Markus Mader von einem entsprechenden Auftritt seines Teams überzeugt. Sein Trainer-Gegenüber Ogjen Zaric sieht Favoritenrollen ohnehin kritisch. „Davon hat niemand etwas, denn sie bringen keine Punkte.“

Derby zum richtigen Zeitpunkt
Auch für Altach-Kapitän Lukas Jäger ist das neunte Ländle-Derby im Rahmen der Bundesliga als Vorarlberger etwas ganz Spezielles. „Das Derby kommt für uns genau zum richtigen Zeitpunkt. Ich glaube es wir ein lässiges Spiel.“ Für Altach-Spielmacher Patrick Greil bedeutet ein Derby-Einsatz sein 100. Bundesligaspiel und damit ein besonders Jubiläum.

Einige Fragezeichen
Was den Kader betrifft, fällt bei der Austria der an den Adduktoren verletzte Pius Grabher fix aus. Der Einsatz von Emmanuel Chukwu ist fraglich. Der 19-jährige Leihspieler der TSG Hoffenheim musste im Spiel gegen Austria verletzt vom Platz. „Es ist glücklicherweise nicht Schlimmes, aber seine Bänder sind lädiert“, so Mader. Es ist fraglich, ob der Coach vor der dreiwöchigen Länderspielpause das Risiko eingeht. Altach wiederum kann wieder auf Abwehrchef Benedikt Zech zurückgreifen – ein wichtiger Stabilisator für die Verteidigung. Stürmer Marko Raguz fällt nach seiner Meniskus-OP aus.

Lustenaus Dominik Weixelbraun ist mit drei Saisontreffern der bislang gefährlichste „Knipser“ am ...
Lustenaus Dominik Weixelbraun ist mit drei Saisontreffern der bislang gefährlichste „Knipser“ am Derby-Spielfeld.(Bild: GEPA)
Patrick Greil ist der einzige Altach der bereits zwei Treffer in dieser Bundesligasaison gemacht ...
Patrick Greil ist der einzige Altach der bereits zwei Treffer in dieser Bundesligasaison gemacht hat.(Bild: GEPA)

Keine Torfabriken
Mit sechs (Lustenau) und fünf (Altach) erzielten Treffern zählen beide Teams nicht unbedingt zu den Torfabriken der Liga. Bei der Austria tat sich bisher Dominik Weixelbraun mit drei Saisontoren am meisten hervor, bei Altach traf Patrick Greil bisher zweimal. Die Hausherren blieben nur beim 0:4 gegen die WSG Tirol ohne Torerfolg, die Rheindörfler hofften in drei der sechs Saisonspiele vergeblich auf einen Treffer. Die Chancenverwertung ist ein Manko beider Teams. 

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