Oktoberfest eröffnet

„O‘zapft is!“: Ganz München ist im Wiesn-Fieber

Ausland
19.09.2026 12:14

Mit den Worten „O‘zapft is! Auf eine friedliche Wiesn!“, ist das Oktoberfest in München am Samstag nach dem dem tradionellen Trachtenschützen- und Festumzug pünktlich um 12 Uhr mittags offiziell in seine 191. Auflage gestartet. Beim größten Volksfest der Welt werden auch dieses Jahr wieder Millionen durstige Besucher erwartet.

Das Gelände wurde bereits um 9 Uhr geöffnet (siehe Video oben), seit 10 Uhr wurden Gästen alkoholfreie Getränke und kleine Speisen ausgeschenkt. Viele haben vor Einlass in den frühen Morgenstunden vor dem Gelände campiert und sich an mitgebrachtem Bier gelabt. 

Gedenken an Wiesn-Opfer
Beim Einzug der Wiesnwirte und Brauereien auf das Festgelände hielt seine Kutsche am Haupteingang zu einem kurzen Gedenken an die Opfer des Wiesn-Attentats 1980. Am Abend des 26. September 1980 hatte dort eine Bombe zwölf Wiesn-Besucher in den Tod gerissen und rund 200 verletzt. Auch der rechtsextreme Täter starb.

Ab 12 Uhr durfte gebechert werden
Um Punkt 12 Uhr floss der erste Gerstensaft, gleichzeitig mit dem Anstich gaben zwölf Böllerschüsse vor der Bavaria das Signal, dass ab sofort in allen Festzelten ausgeschenkt werden darf. Der erst seit Mai 2026 amtierende Oberbürgermeister von München, Dominik Krause, hat einen Schlag für den Anstich gebraucht – schon jetzt ein Routinier. Bis dahin gab‘s Alkoholfreies. Wie etwa Leitungswasser, das pro Liter mit elf Euro vergoldet wird.

Bilder vom Oktoberfest 2026:

Das Sicherheitskonzept wurde nachgeschärft, nachdem es im Vorjahr am zweiten Samstag auf der überfüllten Wiesn zu gefährlichen Situationen gekommen war. Von einer neuen Koordinierungsstelle für Sicherheitskräfte und Stadt auf dem Gelände sollen die Besucherströme auf dem Festgelände beobachtet und bei Bedarf gesteuert werden.

Maß wieder teurer
Die Maß ist in diesem Jahr erneut teurer geworden und kostet je nach Festzelt zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro (ein durchschnittlicher Anstieg von rund 2,4 Prozent).

Oktoberfestbier viel stärker
Mit 5,8 bis 6,4 Prozent Alkoholgehalt – das entspricht etwa sechs bis acht „Schnapserln“ – ist Oktoberfestbier deutlich stärker als normales Bier. Bei Klassikern muss man ebenfalls tief in die Tasche greifen. Ein halbes Hendl kostet bis zu 19,9 Euro, bis zu 500.000 Stück landen bis Wiesn-Ende insgesamt auf den Tellern.

Auf der Theresienwiese stehen die gewohnten großen und kleinen Festhallen mit bis zu 10.000 Sitzplätzen seit Tagen bereit. Plätze sind besonders an den Wochenenden und abends stark nachgefragt – spontaner Einlass ist meist nur in den Randzeiten oder über die Biergärten der Zelte möglich.

Hunderte Einsatzkräfte stehen im Einsatz. Bis 4. Oktober darf „gebechert“, geschunkelt und gefeiert werden. Doch aufgepasst auf den Ehering – die gehen auf der Wiesn immer wieder „verloren“ ...

Die aktuelle Preisliste des Oktoberfests sowie Zahlen und Fakten rund um die Sause finden Sie oben unter „Lesen Sie auch“.

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