Neue Verschärfungen

Wien schränkt Rechte von Airbnb & Co. weiter ein

Wien
19.09.2026 12:17

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sagt Plattformen wie Airbnb und Co. den Kampf an. Weitere Verschärfungen bei der Kurzzeitvermietung sind fix: Neu ist etwa ein Register und weniger Umwidmungen. Sie sollen den Wohnraum vor Spekulation schützen. 

Die Regeln für Kurzzeitvermietungen in Wien werden weiter verschärft. Das kündigte SPÖ-Stadtchef Michael Ludwig in einer Presseaussendung an. Bereits ab 1. Jänner 2027 dürfen über Plattformen wie Airbnb und Co. nur noch Wohnungen angeboten werden, die zuvor in einem Register gemeldet wurden. Ebenso sollen Umwidmungen in Beherbergungsbetriebe erschwert werden.

„Die neuen Regeln zur Kurzzeitvermietung stellen sicher, dass Wohnraum wieder seinem eigentlichen Zweck dient“, erläuterte Ludwig. Und weiter: „Transparenz, klare Registrierungspflichten und konsequenter Vollzug verhindern Missbrauch und schützen Wiener vor Verdrängung am Wohnungsmarkt.“ 

Bürgermeister Michael Ludwig und EU-Abgeordneter Andreas Schieder (SPÖ) forderten bereits seit ...
Bürgermeister Michael Ludwig und EU-Abgeordneter Andreas Schieder (SPÖ) forderten bereits seit Längerem strengere Regeln und Beschränkungen gegen die sogenannte „Airbnb-Fizierung“ von Innenstädten.(Bild: Christian JOBST)

Hier alle Neuerungen im Detail:

  • Registrierungspflicht für Anbieter von Wohnungen zur Kurzzeitvermietung. Damit hat die Stadt einen präzisen Gesamtüberblick und kann genau kontrollieren, ob die angebotene Wohnung überhaupt vermietet werden darf. Wer keine Registrierungsnummer hat, darf künftig nicht anbieten.
  • Plattformen dürfen nur noch Wohnungen anbieten, die eine solche Nummer haben. Damit haben die Kunden auch die Sicherheit, dass die angebotene Wohnung rechtmäßig angeboten wird.
  • Seit Einführung der 90-Tage-Regel gab es einen Anstieg bei Anträgen auf Umwidmung von Wohnungen auf Beherbergungsstätten, um ebendiese zu umgehen. Das wird nun rigoros in der Bauordnung unterbunden.
  • Künftig müssen 80 Prozent aller Wohnungen auch zum Wohnen genutzt werden. Gleichzeitig werden echte Beherbergungsstätten klar definiert, zum Beispiel müssen sie Personal vor Ort nachweisen, was klassische Airbnb-Wohnungen nicht haben. Damit soll sichergestellt werden, dass die 90-Tage-Regel ausnahmslos eingehalten und eine Umgehung unterbunden wird.
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