Ist „sehr üblich“

Trump über Oligarchen-Hochzeit von Sohn: „Erlaubt“

Ausland
19.09.2026 09:35
Porträt von krone.at
Von krone.at

„Sehr üblich“ und „völlig erlaubt“ sei eine von russischen Oligarchen finanzierte Hochzeit, meint US-Präsident Donald Trump. Der Anlass: Sein ältester Spross Donald Jr. hatte Geld angenommen, um seine glamouröse Bahamas-Party zu bezahlen.

Trump verteidigte, dass sein Sohn Berichten zufolge Geld eines russischen Oligarchen mit Kreml-Verbindungen angenommen haben soll, um seine Hochzeitsfeier mitzufinanzieren. „Es ist völlig erlaubt“, beantwortete er im Oval Office Fragen von Journalisten, die wissen wollten, ob es angemessen sei, dass Trump Jr. dieses Geld angenommen habe. „Aber soweit ich weiß, hat er ihn zurückbezahlt“, ergänzte Trump.

Donald Trump Jr. wurde eine Hochzeitsfeier „geschenkt“ – eine „sehr übliche“ Praxis.
Donald Trump Jr. wurde eine Hochzeitsfeier „geschenkt“ – eine „sehr übliche“ Praxis.(Bild: AP/Julia Demaree Nikhinson)

Sein Sohn habe das Geld nicht annehmen wollen, habe Trump gehört. „Jemand, den er kennt – ich nehme an, ein Freund von ihm – hat ihm die Hochzeitsfeier geschenkt“, sagte der US-Präsident. „Das ist sehr üblich.“ Er selbst habe zahlreichen Menschen Hochzeitsfeiern ausgerichtet, beispielsweise in seinem Privatanwesen Mar-a-Lago.

Allein Miete für Insel 87.300 Euro
Vor einigen Tagen hatte die investigative Medienplattform „ProPublica“ (siehe Beitrag oben) berichtet, dass der russische Oligarch Umar Kremlew die Hochzeitsfeier von Donald Trump Jr. mitfinanziert haben soll. Kremlew habe Hunderttausende US-Dollar für die Party auf den Bahamas bezahlt, hieß es darin. Allein die Anmietung einer Privatinsel soll rund 100.000 Dollar (etwa 87.300 Euro) pro Nacht gekostet haben, das Feuerwerk etwa 70.000 Dollar.

Kremlew mit guten Kontakten zu Putin
Kremlew ist Präsident des Boxweltverbands IBA und soll gute Kontakte zum russischen Präsidenten Wladimir Putin unterhalten. Laut „ProPublica“ hatte er Trump Jr. erst kurz vor der Hochzeit im Mai kennengelernt und nahm dennoch mit einer größeren Gruppe anderer russischer Gäste an der Party teil, die Trumps Schwiegertochter Bettina Trump als eine Feier „im engsten Familienkreis“ bezeichnete.

US-Präsident Trump wird immer wieder eine gewisse Nähe zu Moskau vorgeworfen. Die russische Regierung versuchte zudem bereits 2016, die Präsidentenwahl in den USA zugunsten von Trump zu beeinflussen, wie aus einem Bericht des Geheimdienstausschusses des Senats hervorgeht.

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