Seit 2001 hilft der Psychosoziale Pflegedienst Tirol mit dem Projekt Transform Menschen beim (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt. In Absam wurde am Freitag das Jubiläum gefeiert.
Was 2001 als zweijähriges Projekt begann, ist 25 Jahre später noch immer da: Das Arbeitstrainingprojekt „Psychosozialer Pflegedienst Tirol – Transform“ unterstützt Menschen mit psychischer Erkrankung dabei, ihren Platz in der Arbeitswelt zu finden.
Acht Menschen können derzeit bei Transform einen der insgesamt acht Arbeitsplätze in der Werkstatt oder im Gartenbau nutzen.

Christoph Eberl, Leitung Transform Absam
Bild: Johanna Birbaumer
Arbeiten unter realen Bedingungen
„Acht Menschen mit den unterschiedlichsten psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel Depression, Burnout oder Schizophrenie können derzeit bei Transform einen der insgesamt acht Arbeitsplätze in der Werkstatt oder im Gartenbau nutzen“, erzählt Christoph Eberl, Leiter von Transform Absam. Unterstützt werden sie von drei Arbeitstrainern. Als praktisches Übungsfeld betreibt Transform eine Tischlerei sowie eine Grünanlage- und Gartenpflege.
Der Arbeitsalltag wird so realitätsnah wie möglich gestaltet – feste Arbeitszeiten, konkrete Aufgaben und Gehalt. Im Mittelpunkt steht dabei aber nicht nur das Arbeiten selbst, sondern auch die persönliche und berufliche Entwicklung.
Der Übergang in eine Normalität und die Möglichkeit, wieder Arbeit zu finden, sei ein wichtiger Schritt in diesem Genesungsprozess. „Bei uns können sie wichtige Arbeitskompetenzen wie Arbeitsleistung, Belastbarkeit, handwerkliche Fertigkeiten, die Zusammenarbeit im Team und mit Vorgesetzten erweitern und sich dabei mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen“, sagt Miriam Plaickner. Der Trainingsprozess umfasst die Phasen Stabilisierung, Orientierung sowie Qualifizierung und Bewerbung.
Schritt für Schritt in den Arbeitsalltag
Martin ist fast ein Jahr beim Arbeitstraining und möchte seine Belastbarkeit wieder stärken. „Hier wird man subtil und mit positiven Worten unterstützt. Sie stärken deine eigenen Stärken. Es geht nicht darum, was ich nicht kann, sondern darum, was ich kann. Und das gibt mir wieder Selbstvertrauen“, sagt Martin.
Finanziert wird das Projekt durch das Sozialministerium, Service Tirol und Aufträgen von Unternehmen sowie durch das Projekt „Kräuterfeld“.
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