Österreich ist nur noch einen Punkt vom Davis-Cup-Finalturnier in Bologna entfernt. Lucas Miedler und Neil Oberleitner schlugen im Doppel des Duells mit Belgien Gille/Vliegen 7:6, 7:5 und stellten damit auf 2:1. Nun hat Jurij Rodionov gegen Zizou Bergs den ersten Matchball.
Autsch! Keine drei Minuten waren gespielt, da wurde die Davis-Cup-Premiere für Neil Oberleitner eine schmerzhafte. Denn er wurde von Belgiens Sander Gille abgeschossen. Ironischerweise umsonst, denn der vorangegangene Aufschlag war Out gewesen. Es war nicht das einzige Mal, dass Oberleitner sich den schmerzenden Arm reiben musste. Gleich dreimal wurde er im ersten Satz zum „Ziel“ eines Balles.
Starke Aufschläge, schöne Volleys
Einmal „revanchierte“ sich der Wiener, traf dabei Gille unglücklich im Gesicht, ansonsten antwortete er lieber spielerisch – mit starken Aufschlägen und schönen Volleys. Mitunter traf er nicht die allerbesten Entscheidungen, doch im Verbund mit Partner Lucas Miedler wirkte Österreichs neues Doppel keineswegs wie eines, das erstemals gemeinsam im Davis Cup agierte.
Die beiden starteten stark, konnten aber ihr frühes Übergewicht nicht in ein Break ummünzen und musste in den Tiebreak. In dem Miedler/Oberleitner einen 2:4-Rückstand noch in ein 7:5 drehten. Da explodierten auch die gut 4000 Fans auf der Tribüne auf dem WAC-Gelände.
Vierter Breakball genutzt
Im zweiten Satz ließen beide Duos beim Aufschlag lange nichts anbrennen, hatten die Belgier bei 4:3 den ersten Breakball, den die Österreicher aber stark abwehrten – und sich dann bei 5:5 ihrerseits festbissen und gleich drei Breakbälle holten, indem sie ihre Überlegenheit von der Grundlinie ausspielten. Doch zwei davon wehrte Joran Vliegen per Ass ab. Beim vierten jedoch schlug der lange Belgier eine Vorhand ins Out – das erste Break der Partie zum fast bestmöglichen Zeitpunkt.
Im Anschluss blieb Oberleitner völlig cool, servierte souverän zum 7:6, 7:5 aus und feierte eine gelungene Davis-Cup-Premiere mit Lucas Miedler. Österreich hat nun zwei Chancen auf den entscheidenden dritten Punkt. Zunächst darf sich Jurij Rodionov gegen Zizou Bergs versuchen, ist aber gegen den Weltranglisten-38. Außenseiter.
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