Nach der Diagnose wartet auf Vanessa Kaufmann eine schwere Therapie. Gleichzeitig werden die Geldsorgen der zweifachen Mutter und ihres Mannes Manuel immer größer.
Mit 28 Jahren steht Vanessa Kaufmann mitten im Leben. Zwei kleine Kinder (2,3) ein Haus in Bocksdorf und nach der Karenz endlich wieder zurück im Beruf. Dann kam der 17. August. „Mir hat es den Boden unter den Füßen weggezogen.“
Begonnen hatte alles Monate zuvor völlig harmlos. Vanessa war ständig krank, hatte immer wieder Fieber. „Ich dachte an Grippe oder einen Infekt. Die Kinder bringen vom Kindergarten ja auch ständig etwas mit heim.“ Doch das Fieber blieb. Der Hausarzt schickte sie ins Spital, beim Ultraschall fielen stark vergrößerte Lymphknoten am Hals auf.
Krebsdiagnose und Operation
Im Mai wurde einer davon entfernt. Eine Biopsie brachte schließlich die Diagnose: papilläres Schilddrüsenkarzinom. „Ich habe mir nur gedacht: Verdammt, jetzt fehlt das Geld ohnehin schon an allen Ecken und Enden. Ich habe nach der Karenz endlich wieder zu arbeiten begonnen und jetzt habe ich auch noch Krebs.“
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Kennwort: Vanessa
Am 1. Oktober wird der jungen Mutter die Schilddrüse entfernt. Danach folgt eine Radiojodtherapie. Bei der Operation soll sich auch zeigen, wie weit sich die Erkrankung ausgebreitet hat und welche weiteren Behandlungen notwendig sind.
1500 Euro Kreditrate und dann noch ein Wasserschaden
Während Vanessa für ihre Gesundheit kämpft, wachsen zu Hause die Geldsorgen. Ihr Mann Manuel muss seine Arbeit als Mechaniker reduzieren, um für seine Frau und die beiden Kinder da zu sein. Vanessa ist BÖV-geprüfte Versicherungskauffrau, arbeitet auf Provisionsbasis und fällt mit der Operation als Verdienerin aus.
Dabei hat die Familie kaum noch Reserven. Ihr knapp 100 Jahre altes Haus haben Vanessa und Manuel mit viel Arbeit renoviert. Allein der Kredit verschlingt rund 1500 Euro im Monat. Dann kam auch noch ein massiver Wasserschaden. Wände müssen dringend behandelt werden, die Angst vor Schimmel ist groß. Doch für die notwendige Sanierung fehlt das Geld.
Wir haben in den vergangenen Jahren gut verdient und noch nie jemanden um Hilfe gebeten.
Vanessa und Manuel Kaufmann
„Wir haben in den vergangenen Jahren gut verdient und noch nie jemanden um Hilfe gebeten“, sagt die Familie. Dieser Schritt falle ihnen schwer. Doch mit zwei Kindern, weniger Einkommen, Kredit, Wasserschaden und Vanessas Krebstherapie wissen sie derzeit nicht mehr, wie sie alles stemmen sollen.
Vanessa versucht trotzdem, ihren Kindern möglichst wenig von ihren Sorgen spüren zu lassen. Sie bleibt positiv und kämpft sich durch den Alltag. Jeder Euro kann der Familie eine Sorge abnehmen und Vanessa dabei helfen, sich auf das zu konzentrieren, was am wichtigsten ist: wieder gesund zu werden.
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