Abnahme droht

Razzia bei Tierbesitzer offenbart Schreckliches

Burgenland
20.09.2026 06:00

„Miserable Zustände herrschen im Haus“, schlugen Anrainer im burgenländischen Jennersdorf Alarm. Jetzt prüfen Behörden einen betagten Tierbesitzer.

Amtstierarzt, Bausachverständiger und Gemeindevertreter marschierten Ende der Woche an der Wohnadresse eines Tierbesitzers im Bezirk Jennersdorf auf, der ins Visier der offiziellen Stellen geraten ist. Ihm wird vorgeworfen, einen Hahn und mehr als ein Dutzend Hennen, fast so viele Ziervögel, etliche Katzen und zwei Schildkröten unter nicht artgerechten Bedingungen zu halten. Bis auf einen gefiederten Bewohner im Haus ist der Rest des Federviehs draußen in notdürftigen Holzverschlägen untergebracht oder irrt auf der Suche nach einem Unterschlupf im Freien umher.

Ein Graupapagei ist in einem engen Käfig gefangen. „Abgesehen von einer Reihe an schwerwiegenden Mängeln, betreffen weitere Beschwerden den Nachwuchs. Alle Küken sind eingesperrt. Ihre Behausung ist derart düster und verdreckt, dass die Jungen kaum zu sehen sind“, lautete der erste Eindruck bei dem Lokalaugenschein, der nicht nur in der Nachbarschaft, sondern auch bei den Behörden Besorgnis erregt.

(Bild: LP)
(Bild: LP)
(Bild: LP)

Nur schwer ließ sich der nicht ordnungsgemäße Zustand des Quartiers in Worte fassen. Mittendrin sieben Katzen, die umher streunten. Für sie gab es ein paar kleine Futterstücke in einer alten Pfanne, die vor Schmutz strotzte.

Kontrolleure stellten Hausherrn ein Ultimatum
Nach fast zwei Stunden Begutachtung der bedenklichen Örtlichkeiten stand das vorläufige Urteil fest: Der betagte Hausherr ist aufgefordert, in kurzer Frist die Zustände auf seinem Anwesen dermaßen zu verbessern, dass diese den gesetzlichen Anforderungen einer artgerechten Tierhaltung entsprechen. „Kommt der Betroffene der Aufforderung nicht in absehbarer Zeit nach, wird die Abnahme der Haustiere angeordnet“, heißt es.

Kein Einzelfall! In den vergangenen Wochen häuften sich derartige Anzeigen. Liegen Missstände vor, greifen die Behörden hart durch. Wer einen Fall von Tierquälerei oder unseriöser Tierhaltung entdeckt, kann sich auch bei der „Krone“- Tierecke melden, die vertraulich alle nötigen Schritte einleitet. 

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