Gute Nachrichten für die Murtalbahn: Nächste Woche startet die gemeinsame Ausschreibung für neue Züge mit Tirol und Salzburg. Ab 2033 sollen sie dann auf Schiene sein, bis dahin muss die Strecke elektrifiziert werden.
Die Steiermark hatte im Frühjahr vorgelegt, nun zogen Tirol und Salzburg nach: Die dortigen Landesregierungen beschlossen, gemeinsam neue Elektro- bzw. Akku-Hybrid-Züge zu kaufen. Konkret geht es um die Zillertalbahn in Tirol, die Pinzgauer Lokalbahn in Salzburg und die Murtalbahn, die von Tamsweg (Salzburg) bis nach Unzmarkt-Frauenburg (Steiermark) unterwegs ist.
Weil überall die in Europa seltene Spurweite von 760 Millimeter gefragt ist, besteht kein wirklicher Markt für die isolierte Beschaffung von Schmalspurfahrzeugen, so die steirische Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ). „Deshalb haben sich die drei Bundesländer zusammengeschlossen.“ Insgesamt 17 Triebwagen werden gekauft, fünf davon für die Murtalbahn (betrieben von der landeseigenen Steiermarkbahn). Die europaweite Ausschreibung erfolgt nächste Woche.
Fahrzeit verringert sich deutlich
Die ersten neuen Züge sollen 2033 in der Steiermark eintreffen. Bis dahin muss die 66 Kilometer lange Strecke elektrifiziert, also mit Oberleitungen ausgestattet werden. Derzeit sind ja Dieselloks im Einsatz. In Summe muss die Steiermark nach derzeitigen Planungen 169 Millionen Euro für die Fahrzeugbeschaffung, Elektrifizierung und Adaptierung der Werkstätten aufbringen. Das Verkehrsministerium unter Peter Hanke (SPÖ) beteiligt sich mit 30 Prozent an den neuen Zügen. Auch bei der Instandhaltung gibt es künftig Synergien, betont SPÖ-Verkehrssprecher Wolfgang Moitzi.
Aktuell benötigt die Murtalbahn für den Abschnitt zwischen Murau und Unzmarkt 36 Minuten, künftig sollen es nur noch 24 sein. Der Anschluss an den überregionalen Bahnverkehr wird sich deutlich verbessern. „Damit gewinnt die Murtalbahn zusätzlich an Bedeutung und wird in eine zukunftsweisende Ära fahren“, ist sich Landesrätin Holzer sicher.
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