Endlich scheint die Modernisierung der Murtalbahn auf Schiene zu kommen: Nach dem Land bekennt sich auch der Bund zur Finanzierung der hunderte Millionen Euro teuren Elektrifizierung. Von dem Großprojekt soll der öffentliche Verkehr in der ganzen Region profitieren.
Thomas Kalcher ist nicht bekannt dafür, sich in Sachen Murtalbahn ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Der Bürgermeister von Murau versucht seit Langem, eine nachhaltige Lösung für die 66 Kilometer lange Strecke zwischen Unzmarkt und Tamsweg (Salzburg) einzufordern – und geht dabei auch gegen seine eigene Partei, die ÖVP, mitunter kritisch vor.
Nun zeichnet sich ein „Happy End“ ab: Nach dem Land Steiermark bekennt sich auch der Bund dazu, die ab 2032 geplante Elektrifizierung der Strecke mitzufinanzieren, konkret will er 30 Prozent der Kosten übernehmen. Auch wenn schon einmal ein höherer Anteil im Gespräch gewesen sein soll, bezeichnet Kalcher die Ankündigung von Verkehrsminister Peter Hanke als „sehr positiv“.
Fahrzeit verkürzt sich deutlich
Hauptvorteil wäre, neben dem moderneren Zugmaterial, die deutlich verkürzte Fahrzeit. Die aktuellen Dieselloks ermöglichen eher ein entschleunigtes Reisen. „Es ergibt sich dann die Möglichkeit, halbstündlich in Unzmarkt an die überregionalen Netze angebunden zu sein“, sagt Kalcher. Er ist sich sicher, dass sich der gesamte öffentliche Verkehr in der Region verbessern wird. Der Bürgermeister hebt lobend hervor, dass die Steiermarkbahn als Betreiber schon derzeit ordentlich in die Technik und in das Schienenetz investiert.
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