Nach US-Entscheid

Japans Leitzins auf höchstem Stand seit 31 Jahren

Wirtschaft
18.09.2026 08:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die jüngste Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve hat auch die japanischen Währungshüter unter Druck gebracht. Nun ist auch im Land der aufgehenden Sonne der Leitzins erhöht worden – und zwar auf den höchsten Stand seit 31 Jahren.

Der Schlüsselsatz steige von einem Prozent auf 1,25 Prozent, teilte die Bank of Japan (BOJ) am Freitag in Tokio mit. Die Entscheidung fiel nach der zweitägigen Zinssitzung mit sieben zu zwei Stimmen. 

Eine wachsende Zinskluft zwischen den USA und Japan könnte den Yen schwächen. Dies würde die Importkosten in die Höhe treiben und die Inflation weiter anheizen. Japan verzeichnet zudem steigende Energiekosten infolge des Iran-Krieges. Die Kerninflation lag im August stabil in der Nähe der Zielmarke von zwei Prozent.

Jahrzehntelange Politik des billigen Geldes
Die BOJ hatte 2024 ihre jahrzehntelange Politik des extrem billigen Geldes beendet und die Zinsen seitdem mehrfach angehoben. Experten rechnen mit einer Fortsetzung dieses Kurses. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge erwarten Analysten einen Leitzins von 1,5 Prozent bis Ende März kommenden Jahres.

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