Sommer war gut gebucht

Luxus oder Berghütte? Das sind die Urlaubstrends

Tirol
17.09.2026 19:00

Urlaub in den Bergen ist in. Tirol profitiert davon ganz besonders. Im heurigen Sommer kamen bisher bereits 5,1 Millionen Gäste in das Bundesland zwischen Arlberg und Glockner. Doch was wollen die Gäste? Sehr Unterschiedliches!

Den Deutschen bleibt der Urlaub heilig und die Italiener flüchten vor der Hitze – so lässt sich verkürzt die Entwicklung des Sommers für den Tiroler Tourismus zusammenfassen. Vor allem Gäste aus Nahmärkten sorgen für eine gute Saison. 5,1 Millionen Gäste und 17,7 Millionen Nächtigungen wurden zwischen Mai und August gezählt. Das ist Plus von vier Prozent bei den Ankünften und zwei Prozent bei Übernachtungen. Der Monat August lag bei 1,7 Millionen Ankünften (plus 1,1 Prozent) und 6,5 Millionen Nächtigungen (minus 0,1 Prozent).

56 Prozent der Gäste aus Deutschland
Für knapp 56 Prozent aller Sommer-Nächtigungen sind deutsche Gäste verantwortlich. In Summe strömten 2,7 Millionen Urlauber aus Deutschland nach Tirol. Deutlich zugenommen hat der Zulauf aus Italien (plus zehn Prozent bei Gästen). Auch deutlich mehr Niederländer (plus elf Prozent), Tschechen (plus 11,9 Prozent) und Schweizer (plus 2,3 Prozent) kamen.

Luxusunterkünfte sind gefragt. Das lassen sich die Urlauber einiges kosten.
Luxusunterkünfte sind gefragt. Das lassen sich die Urlauber einiges kosten.(Bild: Peak Stay)

Bergluft statt Infinity Pool
Doch was erwarten die Gäste von ihrem Bergurlaub? Sie erwarten sehr viel Luxus, lieben aber auch das Einfache. Die Vier- und Fünf-Stern-Hotels gehören zu den Unterkünften mit den größten Zuwächsen. 5,8 Millionen Nächtigungen gehen auf das Konto dieser Kategorie (plus 2,2 Prozent). Gleichzeitig sind aber auch Schutzhütten heuer besonders gefragt. In Summe haben diese heuer knapp 54.000 Übernachtungen mehr gezählt als im Vorjahr (plus 13 Prozent).

Für eine Nacht am Berg verzichten viele Gäste gerne auf Pool und Wellness-Oase. Viele heimische Hütten locken mittlerweile auch mit großem Komfort. Ebenso Campingplätze, die früher eher Ziele für Sparfüchse waren. Der Boom des Campingurlaubs ist ungebrochen: 1,8 Millionen Nächtigungen waren es in diesem Sommer bisher (plus zehn Prozent). Ebenso zum Dauerbrenner geworden sind Ferienwohnungen. Auch dort wurden heuer bereits mehr als fünf Millionen Nächtigungen verbucht.

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