Comeback in Paris

Céline Dion: Ein Leben voller Höhen und Tiefen

Musik
18.09.2026 09:00

Céline Dion ist spätestens seit ihrem Sieg beim Song Contest 1988 in Dublin für die Schweiz ein internationaler Superstar. In ihrem kompletten Leben folgten auf lichte Höhen schwierige Tiefen. Ein Abriss einer Karriere, wie es sie kein zweites Mal geben kann.

kmm

Derzeit gibt Céline Dion nach sechseinhalb Jahren Pause in Paris ihr viel umjubeltes Comeback auf der Bühne. Es ist ein Triumph über alle Schmerzen. Denn: Am 8. März 2020 stand sie in New Jersey das letzte Mal auf der Bühne, dann kam Corona. Als sie 2022 ein Comeback wagen wollte, wurde sie vom Stiff-Person-Syndrom ausgebremst, einer seltenen neurologischen Krankheit, die mit Muskelversteifungen und heftigen Krämpfen einhergeht.

Die als unheilbar geltende Krankheit war für Dion nicht nur gesundheits-, sondern auch karrierebedrohend. Mehrmals musste sie eine geplante Tour verschieben und absagen, schämte sich für ihre eigene Unzuverlässigkeit und verlor fast die Freude an ihrer größten Leidenschaft. Doch nun ist sie zurück – und die Euphorie hat ganz Paris erfasst. Es ist die Rückkehr der letzten echten Musik-Diva.

Bis sie dazu wurde, folgten auf lichte Höhen schwierige Tiefen. Ein Abriss ihrer Karriere:

  • Song-Contest-Sieg, 1988
    In Dublin ging der immerleuchtende Stern von Céline Dion auf. Die Kanadierin ging mit dem Lied „Ne partez pas sans moi“ für die Schweiz an den Start und siegte mit einem Punkt Vorsprung vor dem Briten Scott Fitzgerald. Ab diesem Erfolg war Dion der ganzen Welt bekannt. Österreich stieg hier übrigens punktelos aus.
  • Durchbruch, 1992
    Mit Paebo Bryson sang die Frankokanadierin den Song „The Beauty And The Beast“, das Titellied zum Disney-Erfolgsfilm „Die Schöne und das Biest“. Damit schaffte sie endlich auch in den USA den Durchbruch und erreichte in Großbritannien einen Top-10-Platz in den Charts. Dafür gab es 1993 ihren allerersten Grammy.
  • Titanic, 1997
    Unverhofft kommt oft. Den Song „My Heart Will Go On“ wollte Céline eigentlich gar nicht singen. Ihr Manager insistierte, so kam die Demoversion aufs Album und ins Radio. Der Song wurde zur meistverkauften Single 1998, bekam einen Oscar, einen Golden Globe und drei Grammys – und ist noch heute ein Ohrwurm.
  • Live in Wien, 2008
    Im Rahmen der „Taking Chances“-Welttournee spielte Dion am 1. Juli 2008 in der Wiener Stadthalle. Es soll bis heute ihr einziges Konzert in Österreich bleiben. Wegen eines drohenden Burn-Outs wäre es fast abgesagt worden. Geplant waren auch Gigs ab 2020 – die wegen ihrer Krankheit alle nicht stattfinden konnten.
  • Eheglück, 1994 bis 2016
    René Angélil war Dions großes Lebensglück. Sie lernten sich bereits 1980 kennen, da war Dion 12 und Angélil 38. Er war später ihr Manager, von 1994 bis zu seinem Tod 2016 ihr Ehemann und der Vater ihrer drei Söhne. Er starb am 14. Jänner 2016 an einem Krebsleiden – nur zwei Tage später starb ein Bruder Célines auch an Krebs.
  • Las Vegas, von 2003 in Etappen bis 2019
    Zwischen 2003 und 2007 und dann noch mal zwischen 2011 und 2019 trat Dion ausschließlich in Las Vegas auf. Die nackten Zahlen sind unglaublich: 1141 Konzerte, die von insgesamt 4,56 Millionen Menschen besucht wurde und – für den damaligen Wert – etwa 680 Millionen Dollar einspielte. Es war der Sprung auf den Olymp.
  • Krankheit, 2022
    Gesundheitliche Probleme gab es schon davor, doch 2022 wurde bei ihr das unheilbare Stiff-Person-Syndrom diagnostiziert. Eine äußerst seltene neurologische Erkrankung, die zu krampfartigen Anfällen führt und das Singen wie auch die motorischen Fähigkeiten nachhaltig beeinträchtigt.

Wer weiß, was das nächste Jahr bringt. Vielleicht sogar ein weiteres Studioalbum ...

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