Kritik aus Israel

USA verkauft F-35-Kampfjets an Saudi-Arabien

Außenpolitik
18.09.2026 06:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Trotz Protesten in Israel genehmigt die US-Regierung den milliardenschweren Verkauf von 48 modernen Tarnkappenjets vom Typ F-35 an Saudi-Arabien. Bisher wurden die hochmodernen Tarnkappen-Kampfflugzeuge im Nahen und Mittleren Osten nur an den engen US-Verbündeten Israel abgegeben.

In einer Mitteilung an den US-Kongress hieß es, das Außenministerium habe dem geplanten Verkauf von Kampfjets und Zubehör samt Ausbildung im Gesamtwert von rund 24,3 Milliarden US-Dollar (rund 21,2 Milliarden Euro) zugestimmt. US-Präsident Donald Trump hatte das umstrittene Geschäft bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt. Das US-Außenministerium versicherte am Donnerstag, der Verkauf an das sunnitische Königreich werde „das militärische Gleichgewicht in der Region nicht ändern“.

Saudi-Arabiens Luftwaffe fliegt aktuell auch Kampfeinsätze im benachbarten Jemen, um die dortige Regierung im Kampf gegen die schiitische Houthi-Miliz zu unterstützen. Wann die hochmodernen Kampfjets tatsächlich an das mit den USA verbündete Königreich geliefert werden können, ist aber noch unklar. Vergleichbare Rüstungsgeschäfte erstrecken sich oft über einen Zeitraum von vielen Jahren.

Militärkreise: Erste Erfolge für Jemens Armee
Die Kämpfe zwischen Houthi-Rebellen und der international anerkannten Regierung im Jemen gehen unvermindert weiter. Wie die dpa aus Militärkreisen im Umfeld der Regierungstruppen erfuhr, konzentrierten sich die Gefechte derzeit auf den Westen der Provinz Taiz, nahe der Meerenge Bab al-Mandab. Die bergige Provinz ist von strategischer Bedeutung für die Beherrschung der Küste, die von den Houthi-Rebellen kürzlich erobert wurde.

Demnach gelang es der Regierung – unter anderem mithilfe von Luftschlägen – das Vorrücken der Houthis an zwei Fronten zu verhindern. Dabei seien Dutzende Rebellen getötet oder verwundet worden. In der Region Taiz im Jemen mussten nach Schätzungen der Regierung 67.000 Menschen wegen der Kämpfe aus ihren Häusern fliehen. Insgesamt wird von mehr als 125.000 Menschen ausgegangen, die seit Beginn des Monats durch die Kämpfe in die Flucht getrieben wurden.

Houthi versichern: Keine Angriffe auf Schiffe der USA und Israels
Unterdessen trafen sich Vertreter der US-Regierung mit Vertretern der Houthi-Miliz zu direkten Gesprächen. Bei dem Treffen in der US-Botschaft im Oman haben die Houthi dem Vernehmen nach zugesichert, rund um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer und dem Golf von Aden keine Schiffe der USA und Israels anzugreifen. Die Miliz hatte zuvor eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt und daraufhin mehrere saudische Schiffe angegriffen oder zu Kursänderungen gezwungen. 

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