Prozess gestartet

Mordversuch durch Türken im Schwazer Stadtpark?

Tirol
18.09.2026 06:00

Ein Türke (34) soll im März in Schwaz auf einen Landsmann eingestochen haben, er wurde wegen Mordversuchs angeklagt. Der Prozessauftakt am Donnerstag am Landesgericht Innsbruck war aber bald vorbei – offenbar fehlte der wichtigste Zeuge.

Die Verhandlung werde „auf unbestimmte Zeit vertagt“, verkündete Richterin Nadja Obwieser nach nur einer Verhandlungsstunde. Da hatte sie drei weitere – leider weniger wichtige – Tatzeugen bereits entlassen. Nun werde man versuchen, den vierten Zeugen und Schwager des Angeklagten ausfindig zu machen.

Zeuge offenbar in Belgien
Dieser spielt offenbar eine Schlüsselrolle rund um eine eskalierte, mutmaßliche Streitschlichtung, die den 34-Jährige zuerst in U-Haft und nun auf die Anklagebank des Landesgerichts Innsbruck brachte. „Die Probleme sind nur wegen ihm“, sagte der Angeklagte in Richtung der Geschworenen, konkretisierte diese Behauptung aber nicht weiter. Sein Schwager habe jedenfalls „Land und Frau“ verlassen, befinde sich aktuell in Belgien und werde „ganz sicher nicht aussagen“.

Der Prozess fand am Landesgericht Innsbruck statt.
Der Prozess fand am Landesgericht Innsbruck statt.(Bild: Christof Birbaumer)

Angeklagter blieb bei seinem Schweigen
Der Angeklagte verzichtete – wie schon im Vorfeld der Verhandlung – auf das Frage-Antwort-Spiel. Laut Anklage soll die Tat im Stadtpark in Schwaz geschehen sein. Im Rahmen einer nicht näher definierten Streitschlichtung soll der Angeklagte sein Opfer dann zu töten versucht haben. Er stach nämlich auf das Opfer, das laut dem Verteidiger des Angeklagten durchaus aggressiv agiert habe, mit einem Messer ein.

Stiche in Richtung Bauch und Oberarm
Die Stiche gingen zunächst in Richtung Bauch und im Anschluss in Richtung dessen Oberarm. Die Tat sei quasi „unvermittelt“ geschehen, hieß es. Der Angegriffene trug eine Stichverletzung im Bauch mit offener Bauchhöhle und eine Schnittverletzung am Oberarm davon. Das Opfer habe eine Daunenjacke sowie einen Hoodie getragen. Die Kleidung könnte somit also noch Schlimmeres verhindert haben. 

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