Laut Insidern:

Zwei Pumpstationen an Saudi-Pipeline beschädigt

Ausland
16.09.2026 19:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Saudi-Arabien versucht die nach einem Drohnenangriff stark beschädigte Ost-West-Pipeline möglichst rasch wieder zu reparieren. Dies soll laut jüngsten Meldungen durch eine provisorische Umleitung zumindest eines Teils des Rohöls gelingen. Doch die vollständige Öffnung der Leitung könnte noch Wochen in Anspruch nehmen, denn offenbar ist das Schadensausmaß viel größer, als bisher vermutet.

Bei den Angriffen wurden laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg nämlich zwei Pumpstationen beschädigt. Wann die Reparatur abgeschlossen werden könne, sei unklar, erklärten drei Insider aus der Öl- und Sicherheitsbranche gegenüber Bloomberg. Die vom Staatskonzern Saudi Aramco betriebene 1200 Kilometer lange Pipeline verfügt über insgesamt elf Pumpstationen und zwei Druckentlastungsstationen.

Saudische Führung macht keine Angaben zur Dauer der Reparatur
Sie verläuft quer über die Arabische Halbinsel und dient als Hauptroute für Öl aus dem Nahen Osten, da die Straße von Hormuz wegen des Iran-Krieges weitgehend gesperrt ist. Der Angriff, der saudi-arabischen Angaben zufolge aus dem Irak erfolgte, hatte das Land am Freitag zu einer vorübergehenden Stilllegung der Pipeline gezwungen. Die Regierung in Riad macht bisher keine genauen Angaben zum Ausmaß der Schäden oder zur Dauer der Reparatur.

Houthis bauen Stellungen um wichtige Meerenge aus
Informationen der Nachrichtenagentur dpa zufolge baut die schiitische Houthi-Miliz unterdessen ihre Stellungen um die wichtige Meerenge Bab al-Mandab im Jemen aus. Wie eine den Streitkräften der international anerkannten Regierung nahestehende Quelle mitteilte, hoben die Rebellen etwa Gräben aus, um die kürzlich eroberten Gebiete an der jemenitischen Rotmeerküste zu verteidigen. Auch von Minen war die Rede, ob von Seeminen oder Landminen blieb jedoch unklar.

Die mit dem Iran verbündeten Houthis hatten in einer Blitzoffensive in der vergangenen Woche die gesamte Westküste des Jemen überrannt und strategisch gelegene Inseln erobert. Sie haben damit praktisch uneingeschränkten Zugriff auf die Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Durch diesen Wasserweg führt die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Europa und Asien.

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