Neue Direktion

Theater der Jugend setzt auf Humor und Fantasie

Kultur
17.09.2026 18:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Neo-Direktorin Aslı Kışlal setzt in ihrer ersten Saison als Direktorin im Theater in der Jugend auf Vielfalt.

Nicht nur die Jugend muss auf die Schulbank, auch ihre neue Theaterleiterin Aslı Kışlal spricht von der „intensivsten Lernphase meines Lebens“. Anlass war die Präsentation der ersten Spielzeit der Nachfolgerin von Thomas Birkmeir, der das Theater der Jugend 24 Jahre geleitet hat.

Kışlal kommt aus der freien Szene, war Gründerin und langjährige Leiterin des diverCITYLAB. Die Regisseurin und ihr Team haben sich mit den „festgefahrenen Strukturen“ auseinandergesetzt und versucht, „kleine Löcher in die Mauern zu machen, damit ein bisschen Licht reinkommt“.

Umbenennung der Häuser
Die gebürtige Türkin fängt beim Löcher Machen sogleich und eher wenig poetisch bei den altgedienten Namen der Theater an: Statt „Renaissancetheater“ (weil es so schwierig auszusprechen sei) und „Theater im Zentrum“ sind die Häuser ab sofort nach ihren Adressen „Neubaugasse“ und „Liliengasse“ benannt. Sie will ihr Programm auf die drei Säulen „Fantasie, Empathie und Humor“ aufbauen.

Den Anfang macht nach einem Eröffnungstag am 26. September am 13. Oktober in der Neubaugasse die Uraufführung von Renate Welshs Kinderbuchklassiker „Alle Kinder nach Kinderstadt“. Danach startet man in der Liliengasse mit „Komm runter!“ von Sabrina Myriam Mohamed auch für die Großen in die Saison. Darin erzählt die Wiener Autorin die Geschichte von Freunden, die die Tage vor den Sommerferien mit Schularbeiten, einem rassistischen Klassenvorstand und dem Fastenbrechen erleben.

Vielfalt und ein „Hugo“
Auch die weiteren Stücke versprechen Vielfalt: „Der Zahn“ (ab 11. 12.) basiert auf einer Graphic Novel der Hamburger Illustratorin Ayşe Klinge, frei nach Cervantes erzählt Raoul Biltgen im Jänner die Geschichte rund um „Quixote“, zum Saisonabschluss gibt es u. a. eine Adaptierung von J. R. R. Tolkiens „Der Hobbit“. Dazu kommt die Tanzproduktion „Outcast“ mit „Street- und Clubstyles, Contemporary Dance und Handsigns“ sowie der neue Kinderstückpreis „Hugo“.

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