13 Benimmregeln für ein gutes Zusammenleben: Seit Februar gilt hierzulande die „OÖ Hausordnung“. Sie soll Zugewanderten Werte wie Gleichberechtigung, Respekt und Brauchtum vermitteln. Mit dem neuen Schuljahr hält das Regelwerk in Form von Lernbegleitmaterialien auch Einzug in die Klassenzimmer.
587 Schülerinnen und Schüler wurden im vergangenen Schuljahr in Oberösterreich – unter anderem wegen Gewalt, Drohungen oder Vandalismus – vorübergehend vom Unterricht suspendiert. Das ist eine der letzten Eskalationsstufen bei Konflikten in der Schule.
Altersgerecht einsetzbar
Dass es gar nicht so weit kommt, dazu soll jetzt auch die Implementierung der „OÖ Hausordnung“ in den Regelunterricht beitragen. Das „Kleine 1x1 des Zusammenlebens“, das seit Februar in Kraft ist und sich vor allem an Migranten wendet, soll Schülern mithilfe von Lernbegleitmaterialien näher gebracht werden – je nach Schulstufe in Form von Wimmelbildern, Spielen, eigenen Unterrichtspaketen und vertiefenden Leitfragen.
Die Lernbegleitmaterialien übersetzen die Werte der „OÖ Hausordnung“ in die Lebenswelt der Schüler und machen sie im Unterricht konkret erlebbar.
Julian Schreibmüller, Schulqualitätsmanager, Bereich Demokratiebildung
Erarbeitet wurden die Materialien vom Zentrum für Demokratiebildung der Bildungsdirektion OÖ und setzen auf einen „lebensnahen und aktivierenden Zugang“, wie es bei der Präsentation am Mittwoch hieß. „Die Schule ist jener Ort, an dem junge Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen. Deshalb müssen wir dort frühzeitig vermitteln, was unser Zusammenleben trägt“, sagt Integrationslandesrat Christian Dörfel (ÖVP).
Für Bildungsdirektor Alfred Klampfer helfen die Materialien dabei, „Themen wie Respekt, Verantwortung, Rechte und Regeln altersgerecht aufzugreifen und mit den Schülerinnen und Schülern anhand konkreter Situationen zu bearbeiten“.
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