Sie mögen es lustig gefunden haben, das Huhn wohl eher nicht: Drei Jugendliche entführten im Vorjahr Federvieh, hielten es bei voller Fahrt aus dem Autofenster und flößten ihm Bier ein. Ein 18-Jähriger bekam am Dienstag eine Diversion. Die Komplizen, die Serientäter sein sollen, warten noch auf ihren Prozess.
Sie hätten es damals „lustig gefunden“ – heute wisse er aber, dass das „keine gute Idee war, und nie mehr vorkommen soll.“ Ein 18-Jähriger aus Wels (OÖ) musste sich am Dienstag am dortigen Landesgericht wegen Tierquälerei und Sachbeschädigungen verantworten, die er gemeinsam mit Freunden zwischen Juli und Oktober 2025 unweit von Wels begangen hatte.
Freunde als Serientäter
Neben beschädigten Straßenschildern und einem in die Traun geworfenem Fahrrad hatte er im Juni ein Huhn in einen Sack gesteckt und mit ins Auto genommen. Mit dabei zwei Freunde, die gesondert verfolgt werden, weil sie noch ein zweites Federvieh entführt und malträtiert haben sollen. Sie waren zwar als Zeugen geladen, wurden aber nicht angehört.
Gemeinnützige Arbeit und Therapie
Das durch laute Musik verstörte Tier wollten sie wohl beruhigen, indem sie ihm Bier einflößten, und es bei voller Fahrt aus dem Fenster hielten – alles auf Video. Der dünne, blasse Junge gestand und gelobte Besserung: Wegen psychischer Instabilität wolle er sich in stationäre Therapie begeben und Abstand zu den „Freunden“ halten. Diversion: Nach 40 Stunden gemeinnützige Arbeit wird sein Verfahren eingestellt.
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