Wird das gemeinsame Wahlbündnis in Loipersbach nicht fortgesetzt, könnte ein Antreten der ÖVP für 2027 scheitern.
Rückblick: Vor der letzten Gemeinderatswahl 2022 kam es einer ungewöhnlichen und wahrscheinlich einzigartigen Konstellation in Loipersbach: FPÖ und ÖVP fusionierten zu einer gemeinsamen Liste, um als „Gemeinsam für Loipersbach“ (GfL) beim Urnengang anzutreten und vereint der SPÖ die Stirn zu bieten. Sieben Mandate schaffte die Liste damals, auch das Vizebürgermeister-Amt konnte GfL für sich erobern. Die SPÖ holte 12 Mandate.
Kommendes Jahr stehen wieder Kommunalwahlen an. Ob die Zusammenarbeit zwischen FPÖ und ÖVP fortgeführt wird, ist aber noch unsicher.
Wenig Optimismus
ÖVP-Gemeindevorstand Roland Holndonner meint, dass man noch Gespräche diesbezüglich führen müsse. Besonders was die Zukunft der ÖVP in Loipersbach betrifft, lässt Holndonner doch eher Pessimismus durchklingen. Er selbst werde nächstes Jahr 60 Jahre alt und sei etwas „amtsmüde“. Teilweise hätten Gemeinderäte seiner Partei schon zurückgelegt. Sollte die FPÖ eine Verlängerung der Zusammenarbeit befürworten, kann er sich vorstellen, ebenfalls weiterzumachen. Sollten die Freiheitlichen hingegen als eigenständige Liste ins Rennen gehen, sei es „durchaus möglich, dass die ÖVP nicht mehr antritt“, sagt Holndonner.
Entscheidung noch offen
Vizebürgermeisterin Sabrina Neusteurer (FPÖ) kann zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht beantworten, ob ihre Partei noch einmal ein Wahlbündnis mit der ÖVP eingehen will. Man müsse sich erst intern zusammensetzen und abstimmen, so die Vizebürgermeisterin. Die Zukunft der ÖVP in Loipersbach ist also vorerst ungewiss.
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