Die Einreiseverweigerung für den iranischen Atomchef zur Konferenz der Internationalen Atomenergiekommission (IAEO) hat Österreich einen diplomatischen Eklat beschert. Die Ursache: Der UNO-Sicherheitsrat hatte auf österreichische Rückfrage die Aufhebung der Sanktion gegen den Atomchef durch ein US-Veto verweigert.
Österreich ist dadurch ordentlich in die diplomatische Bredouille geraten. Einerseits hat es als Amtssitz einer exterritorialen internationalen Organisation den freien Zugang zu gewährleisten. Andererseits darf Österreich ab 1. Jänner im UNO-Weltsicherheitsrat sitzen und kann sich daher keine Verletzung der dortigen Bestimmungen leisten.
Fazit: Der Aufwertung von Österreich in der UNO in New York steht die Abwertung von Wien als Ort internationaler Begegnung und Vermittlungen entgegen, da sich der Eklat herumspricht.
Übrigens: IAEO-Chef Grossi hat Einreiseverbot im Iran. Er beklagt, dass seine Organisation kein Urteil über das iranische Atomprogramm abgeben könne, da IAEO-Kontrolleure behindert würden. Das Regime in Teheran hat sich den israelisch-amerikanischen Angriffskrieg eingehandelt, weil es keine Klarheit über sein angeblich nur friedliches Atomprogramm zulässt.
Was hätte der iranische Atomchef in Wien vorgehabt? Propaganda-Tiraden oder erste Signale für einen Überprüfungsmechanismus?
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.