Todesangst wegen Raser

„Wir schrien nur noch, er soll stehen bleiben“

Oberösterreich
13.09.2026 13:30
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Todesangst hatten zwei Jugendliche (17 und 18), als um 6 Uhr früh ein Freund (17) mit einem BMW mit ihnen an Bord der Polizei in Steyr (OÖ) davonraste. Der Bursch macht gerade die L17-Ausbildung. Auf der Flucht fuhr er auch noch ein Reh nieder. Jetzt hagelt es Anzeigen.

Eine Polizeistreife führte am Sonntag in der Aschacher Straße in Steyr Standkontrollen durch. Dabei missachtete ein Lenker gegen 6 Uhr früh das deutliche Anhaltezeichen, beschleunigte massiv und entzog sich der Anhaltung, woraufhin die Streife die Nachfahrt aufnahm. Der 3er-BMW flüchtete mit exzessiver Geschwindigkeit über die L1348 in die Ortschaft Saaß, Gemeinde Garsten, und weiter nach Aschach an der Steyr.

Mit 150 km/h duchs Ortsgebiet
Im Ortsgebiet Saaß wurde mit annähernd gleichbleibender Geschwindigkeit auf über 300 Meter eine Geschwindigkeit von 150 km/h gemessen. Bei der Flucht kollidierte der BMW kurz vor der Ortschaft Saaß auch mit einem Reh, das verendete. Kurz nach der Ortschaft Aschach gab der Lenker den Fluchtversuch auf und hielt an.

Er macht erst den L17-Führerschein
Bei der Sachverhaltsaufnahme zeigte sich, dass der 17-jährige slowakische Lenker aus Sierning noch keine gültige Lenkberechtigung besitzt. Aufgrund der Geschwindigkeitsüberschreitung wurde das Fahrzeug vor Ort vorläufig beschlagnahmt. Die beiden 18-jährigen Mitfahrer aus Steyr gaben bei der Einvernahme an, sie hätten Todesangst gehabt und den Lenker angeschrien, er solle stehen bleiben.

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