587 Suspendierungen gab es im Vorjahr an Oberösterreichs Schulen. Ab vier Tagen Auszeit werden „Problemschüler“ künftig speziell betreut – mit Unterricht, Psychologie und Projekten. Und auch das Kopftuchverbot gilt ab Schulbeginn in unserem Bundesland.
Drohungen, Mobbing, Gewaltausbrüche oder Sachbeschädigungen stehen in vielen Schulen Oberösterreichs an der Tagesordnung – die Problemschüler werden dann oft suspendiert. Im Vorjahr passierte das in OÖ insgesamt 587 Mal, damit liegt man auf Platz drei hinter Wien und Vorarlberg.
Ab Herbst gibt es jetzt eine Begleitung für die betroffenen Schüler. Und die sieht so aus: Ab einer Suspendierungsdauer von vier Tagen verbringen die Schüler künftig bis zu zehn Stunden pro Woche in psychosozialen Maßnahmen sowie Projekten innerhalb oder außerhalb einer Schule. Hinzu kommen bis zu zehn Stunden Unterricht pro Woche. Teams aus Schulpsychologie sowie Pädagogen übernehmen die Begleitung. Auch das Mitwirken der Erziehungsberechtigten ist vorgesehen.
Eine Suspendierung ist eine klare Konsequenz, wenn das Verhalten eines Schülers einen weiteren Schulbesuch vorübergehend nicht zulässt.
Christine Haberlander, ÖVP-Bildungslandesrätin
„Klare Konsequenzen mit gezielter Unterstützung“
„Wir müssen jungen Menschen die Möglichkeit geben, Verantwortung für ihr Verhalten zu übernehmen und wieder gut in den Schulalltag zurückzufinden. Die neue Suspendierungsbegleitung verbindet deshalb klare Konsequenzen mit gezielter Unterstützung und schafft einen verbindlichen Rahmen“, erklärt Bildungslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP).
Außerdem gilt ab Montag auch in Oberösterreich, dass Mädchen unter 14 Jahren in der Schule kein Kopftuch tragen dürfen. Wie es in Oberösterreich laufen wird, ist offen. Haberlander dazu: „Es steht für mich außer Streit, dass dieses Gesetz einzuhalten ist.“
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