Sehr heikle Aussage

Wäre „Erfolg“: Trump für Wiedervereinigung Irlands

Außenpolitik
12.09.2026 13:21
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Von krone.at

„Sehr gerne“ würde US-Präsident Donald Trump die Wiedervereinigung von Nordirland und Irland sehen. „So wie ich das sehe, wird es ohnehin irgendwann passieren. Dann kann es genauso gut jetzt passieren“, sagte der US-Präsident bei seinem Besuch in Irland.

Die Wiedervereinigung des seit über einem Jahrhundert geteilten Landes wäre ein „großer Erfolg“, auf den alle stolz sein könnten, sagte Trump. Allerdings würde das Vereinigte Königreich auch noch etwas dazu zu sagen haben. „Aber ich denke, es wäre eine großartige Sache“, sagte Trump. An den irischen Regierungschef Micheál Martin gewandt sagte Trump, dieser sei „genau der richtige“ Mann dafür. 

„Ich habe Freunde auf beiden Seiten, es sind großartige Menschen. Es sind Iren, wie könnte das etwas Schlechtes sein“, erklärte der US-Präsident am Samstag in Dublin. Die Aussage sorgte in Irland und Großbritannien für große Aufregung.

Die geteilte Insel

  • Die Grenze auf der Irischen Insel wurde 1921 mit dem Inkrafttreten des Government of Ireland Act gezogen.
  • Anders als das römisch-katholische Irland, das sich zur unabhängigen Republik abspaltete, blieb das Nordirland mit vielen Protestanten Teil des Vereinigten Königreichs.
  • Die Frage, ob Nordirland zu Irland oder dem Vereinigten Königreich gehören sollte, führte zu einem jahrzehntelangen, blutigen Bürgerkrieg und spaltet auch heute noch die Gesellschaft.

Trump freut sich „sehr“ auf Golfplatz
Trump war am Samstag in Irland eingetroffen. Er freute sich nach Angaben des irischen Vize-Regierungschefs Simon Harris „sehr“ auf seinen Golfplatz an der Westküste Irlands. „Er ist ein Mann, der Golf offensichtlich liebt, und er ist sehr stolz auf sein Resort in Doonbeg und freut sich darauf, dorthin zu fahren“, sagte Harris am Samstag dem Sender RTÉ, nachdem er Trump in der Früh auf dem Flugfeld in Dublin zu dessen zweitägigen Besuch mit teils auch offiziellen politischen Terminen begrüßt hatte.

Die irische Armee führte vor Trumps Besuch in Doonbeg Sicherheitskontrollen durch.
Die irische Armee führte vor Trumps Besuch in Doonbeg Sicherheitskontrollen durch.(Bild: AP/Peter Morrison)
Irlands Premierminister Micheál Martin (rechts) und seine Frau Mary O‘Shea begrüßen US-Präsident ...
Irlands Premierminister Micheál Martin (rechts) und seine Frau Mary O‘Shea begrüßen US-Präsident Donald Trump in Dublin.(Bild: AP/Julia Demaree Nikhinson)
US-Präsident Donald Trump (links) im Gespräch mit Irlands Premierminister Micheál Martin
US-Präsident Donald Trump (links) im Gespräch mit Irlands Premierminister Micheál Martin(Bild: AP/Ben Birchall)
Donald Trump Jr. unterhält sich mit seiner Frau Bettina, während das Paar auf die Ansprache von ...
Donald Trump Jr. unterhält sich mit seiner Frau Bettina, während das Paar auf die Ansprache von US-Präsident Trump in Dublin wartet.(Bild: AP/Julia Demaree Nikhinson)

Im Anschluss wurde Trump von der irischen Präsidentin Catherine Connolly vor deren Residenz Áras an Uachtaráin empfangen. Der US-Präsident reiste begleitet von seinem Sohn Donald Trump Jr. und dessen Familie an. Harris sagte, es sei der erste Besuch von Trumps Enkelkindern in Irland.

Ist wegen Golfturniers in Irland
Geplant waren bis Sonntagabend unter anderem ein Gespräch mit Regierungschef Micheál Martin sowie ein Auftritt vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der US-Botschaft sowie Wirtschaftsvertretern. Zentraler Anlass der Reise ist aber nicht die Politik, sondern das Golfturnier Irish Open, das auf Trumps Golfresort im westirischen Doonbeg stattfindet. Am Sonntag wollte der Republikaner die Schlussrunde des Turniers verfolgen.

Proteste gegen Trump
Nach Angaben des irischen Rundfunks RTÉ sind jedoch nicht alle Iren begeistert von dem Besuch des US-Präsidenten. Etwa in Dublin war ein Protestmarsch geplant. Und auch in Doonbeg sowie am Flughafen Shannon sollte es den Angaben nach Proteste geben.

Die irische Polizei bereitete sich mit umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen auf den Besuch vor und spricht der Nachrichtenagentur PA zufolge von einem der komplexesten Einsätze, die je durchgeführt wurden. Auch gegen mögliche Drohnen seien die Sicherheitskräfte gerüstet: Spezielle Systeme sollen Fluggeräte erkennen, verfolgen und bei Bedarf abwehren.

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