Die lange Trockenheit hat im Sommer vielen Landwirten zugesetzt. Gerade Rinderbauern mit vergleichsweise sehr hohem Wasserbedarf hatten ihre liebe Not. Besonders betroffen sind Landwirte, die nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind. Für sie könnte es bald eine neue Förderung geben.
Dass die extreme Dürre des heurigen Sommers den Landwirten massiv zugesetzt hat, ist kürzlich zum Politikum geworden. Nach langem Ringen hat sich die Bundesregierung, wie berichtet, vor drei Wochen auf ein 240 Millionen Euro schweres Hilfspaket für die Landwirte geeinigt.
Hausbrunnen im Fokus
Speziell für betroffene Bauern in oberösterreichischen Randlagen könnte es schon bald eine zusätzliche Unterstützung geben – jene, die nicht an ein öffentliches Trinkwassernetz angebunden sind, sondern auf einen Hausbrunnen angewiesen sind.
Einer von ihnen ist Rinderbauer Herwig Kerschbaummayr aus Sandl, dem die Dürre gleich doppelt zusetzte: „Ich habe heuer nur knapp die Hälfte der üblichen Futtermengen ernten können. Auch die Wasserversorgung war eine Herausforderung.“ Als erste Konsequenz will Kerschbaummayr nun seinen Hochbehälter erweitern.
Fördermöglichkeiten werden geprüft
Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) hat sich vor Ort auf 1000 Metern Seehöhe ein Bild der Lage gemacht – und nun die Wasserwirtschaft des Landes beauftragt, eine eigene Fördermöglichkeit für Hausbrunnen in Streulagen zu prüfen.
Zwar bleibe – im Hinblick auf die Sicherheit bei der Wassermenge und die Qualität – der Anschluss an eine öffentliche Versorgung für ihn die beste Lösung, sagt Kaineder. Aber: „In abgelegenen Einzellagen sieht die Situation oft anders aus. Dort sind eigene Brunnen teilweise die einzige realistische Möglichkeit für eine gesicherte Trinkwasserversorgung.“
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