Weniger Weinernte

Starke Dürre lässt die heimischen Winzer dürsten

Wirtschaft
10.09.2026 18:26

Die starke Hitze treibt die Weinbauern Österreichs so früh wie nie zur Lese.  Nach einem heißen und trockenen Sommer fallen die Trauben vielerorts kleiner aus, auch die Ernte schrumpft. Doch ausgerechnet das könnte dem Jahrgang 2026 eine besondere Note verleihen ...

Die Rekordtrockenheit fordert nun ihren Tribut: die Ernte der Weinbauern. Aufgrund der Dürre fällt sie so gering aus wie zuletzt im Jahr 2010. Für dieses Jahr rechnen die Bauern mit rund 1,7 Millionen Hektolitern Ertrag – um 28 Prozent weniger Wein als im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2025. Zum Vergleich: Im guten Ertragsjahr 2025 brachten die Weinbauern 2,6 Millionen Hektoliter Wein in ihre Keller.

Weinviertel hat 40 Prozent weniger Rebensaft
Besonders hart trifft die Trockenheit des Rekordsommers den Osten Österreichs. Im Weinviertel führt die Dürre zu einem Mengenrückgang von bis zu 40 Prozent. Grund sind unter anderem die deutlich kleineren Beeren, die sich durch die Hitze entwickeln. Gleichzeitig begann die Ernte „außerordentlich früh“, weil die Trauben durch die hohen Temperaturen deutlich schneller reifen.

Ein kleiner Wermutstropfen: Die kleineren Beeren bringen zwar weniger Saft, dafür aber mehr Geschmack. Johannes Schmuckenschlager, Präsident des Weinbauverbandes, erwartet daher „besonders aromatische und ausdrucksstarke Weine“ für 2026. Für trockene Münder wird der Ernterückgang trotzdem nicht sorgen, beruhigt Schmuckenschlager: Man könne auf die Reserven aus dem Vorjahr zurückgreifen.

Während Weißwein gefragter ist, gibt es in Europa zu viel Rotwein. Es sollen deswegen sogar Rebflächen gerodet und ein Teil zu Industriealkohol verarbeitet werden.

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