Wegen der Trockenheit

Die Weinernte bricht heuer um ein Fünftel ein

Oberösterreich
03.09.2026 15:45
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

In Oberösterreich startet dieser Tage die Weinlese. 400.000 Liter Erntemenge werden heuer erwartet – um ein Fünftel weniger als im langjährigen Durchschnitt. Für die Qualität des „edlen Tropfens“ könnte der Hitzesommer aber sogar ein Vorteil gewesen sein.

Weinreben sind tief verwurzelt und überstehen daher Hitzeperioden deutlich besser als viele andere landwirtschaftliche Pflanzen. Gerade Oberösterreich hat zudem gut wasserspeichernde Böden, wodurch Weinreben lange auf die gespeicherten Wasservorräte zugreifen können. Dennoch macht sich die Trockenheit im heurigen Sommer auch bei den rund 40 Winzern in Oberösterreich bemerkbar: „Wir erwarten eine Erntemenge von rund 400.000 Litern – das sind etwa 20 Prozent weniger als der langjährige Durchschnitt von rund 500.000 Litern“, sagt Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP).

„Vielversprechender“ Jahrgang
Für die Qualität des Weins könnte die Hitze aber durchaus zuträglich gewesen sein. „Eine endgültige Beurteilung des neuen Jahrgangs können wir seriös erst dann machen, wenn wirklich alle Trauben im Keller sind“, sagt dazu Leo Gmeiner, Präsident des OÖ Weinbau. „Aus derzeitiger Sicht schaut es aber recht vielversprechend aus.“

Der Weinbau in Oberösterreich wächst seit Jahren: Gab es 2003 noch drei Hektar Anbaufläche, sind es mittlerweile 108 Hektar. Der größte Anteil davon entfällt auf die Bezirke Linz und Linz-Land (46 Hektar), gefolgt von Eferding (15,3 Hektar) und Steyr mit Steyr-Land (9,8 Hektar). Im Vergleich zu Rest-Österreich mit rund 44.000 Hektar Rebfläche ist Oberösterreich aber weiterhin ein Mini-Weinland.

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