Umsteigen wird zum Wettrennen, Züge sind teilweise überfüllt. Wer von Wien nach Passau mit dem Zug fährt, der braucht seit Wochen gute Nerven. ÖBB evaluiert die Lage und verspricht schon bald Verbesserung. Schuld an allem ist wieder einmal Deutschland.
Wer eine Reise macht, hat meistens was zu erzählen – wobei das nicht immer etwas Positives sein muss, wie ein „Krone“-Leser beweist. Der ist nämlich kürzlich viermal kurz hintereinander mit den ÖBB von Wien über Linz nach Passau gefahren. Recht glücklich wurde er allerdings dabei nicht. „Die Anschlussverbindungen sind fast nie erreichbar in Linz, da die Railjets aus Wien meist verspätet sind. Aber das Schlimmste ist dann zwischen Linz und Passau: Die Züge sind knallvoll, weil werktags nur ein Kurzzug geführt wird, und dann sind auch noch viele Fahrgäste mit Unmengen an Fahrrädern unterwegs“, erzählt er von seinen Erfahrungen. Zudem bemängelt er den Zustand der Züge, die älter als die Gleise seien, und auch das Umsteigen in Neumarkt-Kalham sei herausfordernd, weil nur wenig Zeit sei.
ÖBB weiß um das Problem
Die „Krone“ hat bei den ÖBB nachgefragt, was denn das Problem sei. „Wir verstehen den Ärger unserer Fahrgäste. Gerade bei knappen Anschlüssen aus Wien und stark ausgelasteten Zügen ist die derzeitige Situation zwischen Linz und Passau alles andere als angenehm“, zeigt man sich einsichtig und liefert eine Erklärung dazu: Grund für die Einschränkungen seien umfangreiche Bauarbeiten der Deutschen Bahn im Zuge der Generalsanierung des deutschen Schienennetzes. Deshalb können die gewohnten ICE-Verbindungen zwischen Wien und Passau derzeit nicht angeboten werden.
Sperre noch bis Dezember
„Die aktuelle Sperre dauert noch bis 12. Dezember. Danach sollen die ICE-Züge wieder wie gewohnt und damit auch direkt ohne Umstieg zwischen Wien und Passau verkehren“, verspricht ÖBB-Pressesprecher Klaus Wesp-Baumgartner. Zudem würde man das Passagieraufkommen genau prüfen und gegebenenfalls anpassen.
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