Fall Marchtrenk

Fußballer-Appell nach tödlichem Horror-Missbrauch

Oberösterreich
14.09.2026 08:00

MIt einem umissverständlichen Aufruf wollten die Fußballer des SC Marchtrenk am Wochenende bei einem Match gegen die Union Naarn ein Statement gegen jede Form der Partnergewalt setzen. Nach dem unvorstellbaren Martyrium einer 39-jährigen Mutter in ihrer Stadt, die an den Folgen gestorben war, wollten die Sportler und Fans die Tragödie nicht einfach unkommentiert lassen. 

„Dieser grauenhafte Vorfall ist seit Tagen in der Stadt das Gesprächsthema, deshalb wollten wir ein Zeichen setzen“, sagt Marcel Unterweger vom Sportclub Marchtrenk.

Egal ob in Cafés, Arztpraxen, Friseursalons oder bei den Fußballklubs – überall werde über das unvorstellbare Martyrium der 39-jährigen Mutter gesprochen, die in einem Reihenhaus unweit des SC-Stadions von ihrem Ehemann (51) zu Tode missbraucht worden sein soll.

Die Fußballer beider Teams distanzierten sich von jeder Form der Partnergewalt.
Die Fußballer beider Teams distanzierten sich von jeder Form der Partnergewalt.(Bild: SC Marchtrenk)

Fahnen und Transparente
Mehr als 200 Besucher waren am Wochenende dem Aufruf des SC Marchtrenk gefolgt, vor dem Match gegen Union Naarn – gemeinsam mit dem Verein StoP (Stadtteile ohne Partnergewalt) – ein sichtbares und klares Statement zu setzen.

Die Spieler beider Mannschaften liefen mit Fahnen und Transparenten ein, auch Anrainer hatten ihre Häuser mit unmissverständlichen Appellen beflaggt. Das Match selber war dann nur Nebensache – Naarn gewann 2:1. „Im Sport sollen nicht nur die Punkte, sondern auch die Werte zählen“, betont Initiator Unterweger, der sich über den Widerhall zufrieden zeigt.

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