Hoch über Warth beginnt eine abwechslungsreiche Tour zum Warther Horn. Die Route führt durch eine faszinierende, alpine Landschaft und öffnet im Gipfelbereich einen weiten Blick über die umliegende Bergwelt.
Das Warther Horn ist ein 2256 Meter hoher Berg, der sich am östlichen Rand des Lechquellengebirges befindet. Der Gipfel gehört zur Karhorngruppe, einem markanten, von West nach Ost verlaufenden Bergkamm, zu dem unter anderem auch der Saloberkopf , das Auenfelder Horn und das Karhorn zählen. Eine geologische Besonderheit der Region ist der Wechsel unterschiedlicher Gesteinsschichten in verschiedenen Stadien der Verwitterung. So entstanden die charakteristischen Felswände, Kare und Schuttfächer, die eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume bieten.
Typ: mittelschwere Gipfeltour
Dauer: je nach Variante, ab gut zweieinhalb Stunden Ausgangspunkt: Steffisalp Express, Warth
Ausrüstung: knöchelhohe Wanderschuhe mit guter Profilsohle, Tagesrucksack mit Getränk und Jause, dem Wetter angepasste Kleidung, Sonnenschutz, Wanderstöcke für den Abstieg
Anforderung: gute Grundkondition Einkehrmöglichkeiten: Hochalphütte (bis Anfang Oktober), weitere Möglichkeiten in Warth öffentliche Verkehrsmittel: Buslinie 852 ab Haltestelle Schoppernau Gemeindeamt bis Warth Steffisalpe oder mit dem Wanderbus Linie 110 (Lechtal-Bus) von Haltestelle Lech Schlosskopf bis Warth Dorfplatz
Jagdrevier schon vor Jahrhunderten
Wer das Warther Horn besteigen möchte, startet in Warth. Der heute bekannte Tourismusort war ursprünglich eine abgelegene Walsergemeinde, die lange Zeit vor allem von der Viehzucht geprägt war. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Gebiet bereits 1059, als Kaiser Heinrich IV. dem Bischof von Augsburg ein großes Jagdrevier rund um den Widderstein schenkte. Entscheidender für die Entwicklung des Ortes war jedoch die Ansiedlung der Walser im 13. Jahrhundert. Die aus dem Schweizer Wallis stammenden Siedler übernahmen die Bewirtschaftung der hoch gelegenen, damals noch weitgehend unerschlossenen Wald- und Alpgebiete und erhielten dafür besondere Rechte, darunter Selbstverwaltung und niedere Gerichtsbarkeit. Der Ort blieb dennoch lange Zeit abgeschieden. Erst mit dem Ausbau der Verkehrswege änderte sich dies grundlegend. Die Lechtalbundesstraße wurde 1908 fertiggestellt und öffnete das Gebiet stärker, auch für den Tourismus.
Mit der Bahn auf 1880 Meter Seehöhe
Für eine Tour auf das Warther Horn nutzt man den Steffisalp-Express. Von dessen Bergstation auf rund 1880 Metern Seehöhe führt der markierte Wanderweg zunächst über alpine Wiesen in Richtung Wartherhornsattel. Gleich zu Beginn geht es recht steil bergan. Auf dem Sattel angekommen, ist der Großteil des Anstiegs bereits geschafft und der Gipfel in greifbarer Nähe. Die offizielle Tour wird als mittelschwer eingestuft und ist von der Bergstation aus mit gut zwei Stunden für Hin- und Rückweg angegeben. Wer auf die Bahn verzichtet, kann direkt von Warth aufsteigen. Dann kommen allerdings deutlich mehr Höhenmeter zusammen.
Beim Gipfelkreuz genießt man einen Rundblick: Zu sehen sind unter anderem Warth und das Lechtal, die Allgäuer Hochalpen sowie die Gipfel des Lechquellengebirges. Besonders reizvoll ist die Lage des Warther Horns als eine Art Aussichtsbalkon zwischen den Tälern. Zusammen mit dem benachbarten, deutlich höheren Karhorn bildet es eine markante Kulisse über der Steffisalpe. Für den Rückweg geht es zunächst retour bis zum Sattel und dann weiter in Richtung Jägeralp-Sessellift. Ein Abstecher zum „Spitziger-Stein-See“, einem kleinen Speichersee, bietet sich an. Von dort wandert man schließlich zur Bergstation des Steffisalp-Express. Unterwegs kann man bei der Hochalphütte einkehren.
Die Skabiosen gehören zur Familie der Geißblattgewächse und sind mit ihren rosa bis violett gefärbten Blüten auffällige Bewohner artenreicher Wiesen und Heiden. Hinter dem Namen verbirgt sich allerdings nicht nur eine einzige Art: In Österreich kommen mehrere Skabiosen vor, die sich in Aussehen und Standortansprüchen unterscheiden. Zu ihnen zählt etwa die Tauben-Skabiose, die vor allem auf trockenen, kalkreichen und nährstoffarmen Wiesen zu finden ist. Diese Vertreterin der Skabiosen ist in Vorarlberg gut belegt. Genau so wie die Glanz-Skabiose, diese ist stärker im Gebirge verbreitet und gedeiht auf mageren, lichten Standorten. Die Blütenköpfe der Pflanze bestehen aus zahlreichen kleinen Einzelblüten, wobei die äußeren Blüten deutlich größer ausfallen können. Damit sind Skabiosen auch für zahlreiche Insekten interessant und tragen zur Artenvielfalt extensiv bewirtschafteter Wiesen bei. Ihren Namen verdanken sie der früheren Verwendung bestimmter Skabiosen-Arten in der Volksmedizin, unter anderem zur Behandlung von Hauterkrankungen.
Auf schmalen Pfaden geht es bei dieser Wanderung bergan. Dieser Ausblick lohnt die Mühen des Aufstiegs allemal. An manchen Stellen sind zur Sicherheit Seile am Fels angebracht. Hoch über Warth beginnt eine abwechslungsreiche Tour zum Warther Horn. Die Route führt durch eine faszinierende, alpine Landschaft und öffnet im Gipfelbereich einen weiten Blick über die umliegende Bergwelt.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.