Auch in Vorarlberg

Immer mehr schwere Unfälle mit E-Scootern

Vorarlberg
11.09.2026 17:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Anzahl schwerer Unfälle mit E-Scootern steigt kontinuierlich an: Im vergangenen Jahr kam es auf Vorarlbergs Straßen zu 134 Unfällen mit Personenschaden. Der ÖAMTC schlägt deshalb Alarm und pocht auf strengere gesetzliche Schutzbestimmungen für die Nutzer der Elektroroller.

In einer aktuellen Studie haben der ÖAMTC und seine Partnerorganisationen die Unfallrisiken sowie typische Verletzungsfolgen bei E-Scooter-Unfällen untersucht. Wie daraus hervorgeht, stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschaden, bei denen E-Scooter beteiligt waren, von 99 im Jahr 2023 über 108 (2024) auf zuletzt 134 an. Das entspricht einem Plus von rund 24 Prozent gegenüber 2024.

Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 2749 Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Elektrorollern registriert. Sechs Menschen kamen  tragischerweise ums Leben.

Im Schnitt jeder dritte Verunfallte alkoholisiert
Die Studie zeigt zudem: Meist wirken bei einem Unfall mit E-Scootern mehrere Faktoren zusammen. Fahrdynamische Besonderheiten, riskantes Fahrverhalten, mangelnde Schutzausrüstung, unzureichende Kenntnis der geltenden Verkehrsregeln, steigende Nutzungszahlen und nicht zuletzt: Alkohol.

„Die Auswirkungen von Alkohol auf die Fahrfähigkeit werden von vielen unterschätzt. Aufgrund der instabileren Fahrposition wirken sich die Einschränkungen viel stärker aus als bei anderen Fahrzeugen“, erklärt ÖAMTC-Verkehrstechniker Christoph Schönlechner.

In der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen war im Durchschnitt der Jahre 2023 bis 2025 fast jeder dritte Verunglückte alkoholisiert.

Forderung nach allgemeiner Helmpflicht
Zu den häufigsten Verletzungen bei Unfällen mit E-Scootern zählen Kopf- und Gesichtsverletzungen sowie Verletzungen der oberen Extremitäten. Gleichzeitig ist die Quote jener Fahrerinnen und Fahrer, die mit Helm unterwegs sind, nach wie vor extrem niedrig: Nur etwa jede:r zehnte E-Scooter-Fahrer:in nutzt einen Helm.

Seit vergangenem Mai gilt für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren Helmpflicht auf den Elektrorollern. Der Autofahrerclub plädiert angesichts der jüngsten Studienergebnisse nun allerdings dafür, diese Regelung auf alle Altersklassen auszuweiten. Denn, so Schönlechner: „Das Verletzungsrisiko endet nicht mit dem 16. Geburtstag. Wer mit einem E-Scooter unterwegs ist, ist unabhängig vom Alter denselben physikalischen Risiken ausgesetzt. Tatsächlich waren im Schnitt von 2023 bis 2025 nur 17 Prozent aller Verunglückten mit dem E-Scooter zwischen 13 und 16 Jahre alt.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

3° / 7°
Symbol wolkig
2° / 9°
Symbol heiter
6° / 10°
Symbol wolkig
4° / 10°
Symbol wolkig

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung