Krematorium-Zwist

Keine Ruhe am Friedhof: Millionenstreit dauert an

Salzburg
10.09.2026 09:30

Wem gehören die Einäscherungsöfen am Kommunalfriedhof? Wieviel sind die Geräte wert? Der frühere Betreiber des Krematoriums klagte die Stadt Salzburg. Es geht um Millionen von Euros! Nun gibt es ein erstes Urteil. Doch der Zwist geht weiter. . . 

„Wir sind froh, dass diese Frage nun geklärt ist“, schnauft Stadträtin Andrea Brandner (SPÖ) durch. Für sie steht fest: „Wir können uns jetzt voll auf den Betrieb des Krematoriums konzentrieren.“ Ganz so schnell dürfte es allerdings nicht gehen – der millionenschwere Streit um die Einäscherungsöfen am Kommunalfriedhof wird vielmehr in die nächste Runde gehen.

Zur Erinnerung: Im Oktober 2024 übernahm die Stadt Salzburg das Krematorium am Kommunalfriedhof. Der Wiener Verein hatte ebendieses 1930 errichtet. Das Baurecht erlosch 2024, worauf sich die Stadt entschloss, das Krematorium selbst zu betreiben. Man zahlte eine Ablöse in Höhe von 35.900 Euro, der Wiener Verein – ein Tochterunternehmen der Wiener Städtischen Versicherung – forderte jedoch mehr. Deutlich mehr! 1,7 Millionen Ablöse wollte der Verein haben. Eine Einigung blieb wenig überraschend aus. Der Fall landete vor Gericht, der Wiener Verein verlangte die Herausgabe sämtlicher Einäscherungsanlagen. Das Salzburger Landesgericht wies die Klage nun aber in erster Instanz ab.

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Wir kennen das aktuelle Urteil noch nicht, werden die nächsten rechtlichen Schritte aber genau prüfen.

Der Wiener Verein in einer ersten Redaktion auf Anfrage der „Krone“

Dem Wiener Verein bleibt daher nur noch der Gang zum Oberlandesgericht. „Wir kennen das aktuelle Urteil noch nicht, werden die nächsten rechtlichen Schritte aber genau prüfen“, heißt es auf Anfrage. Der Streit ist wohl noch lange nicht vorbei. . .

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