Unterschiedliche Zeiten, Kosten von 1080 Euro bis zum Gratis-Angebot: Bei der Morgenaufsicht für Kinder in niederösterreichischen Gemeinden kommt es darauf an, wo man wohnt, kritisieren die NEOS und rechnen vor ...
Die Stadt Baden war der Anlassfall, aufgrund dessen die NEOS-Politiker genauer hingeschaut haben: Dort stiegen die Preise der Frühbetreuung von Volksschulkindern heuer ab September – nachdem sie schon 2025 erhöht worden sind. Und zwar laut NEOS um satte 50 Prozent – von vier auf sechs Euro pro Morgen, an denen von 6.45 bis 7.45 Uhr auf die Kleinen aufgepasst wird.
Kostenfreies Angebot in Enzersfeld, 1080 Euro in Baden
Bei der Erhebung kam ein niederösterreichischer Preis-Fleckerlteppich heraus: Während in Baden Jahreskosten von 1080 Euro zu berappen sind, verlangt Brunn am Gebirge 300 Euro – obwohl beide die gleiche Leistung anbieten. In Großkrut werden pro Monat zehn Euro eingehoben, kostenfrei ist indes das Angebot in Enzersfeld.
Viele sind auf diese Unterstützung angewiesen! Budgetsanierung in den niederösterreichischen Gemeinden darf nicht bedeuten, dass Familien die Rechnung bezahlen

NEOS-Obfrau Indra Collini
Bild: zVg/Neos
Voraussetzung für Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Der Hintergrund: Die Frühbetreuung ist eine freiwillige Zusage der einzelnen Gemeinden. „Für uns ist sie aber keine Zusatzleistung, sondern eine Voraussetzung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Insofern muss es möglich sein, ein verlässliches, leistbares Angebot zu stellen“, erklärt dazu NEOS-Obfrau Indra Collini.
Unterschiedliche Beginnzeiten in Gemeinden
Und die Politikerin wartet mit einer weiteren Kuriosität auf: Die Beginnzeiten variieren teils sogar in Nachbargemeinden massiv. Collini kritisiert: „Vor allem Frauen sind darauf angewiesen, dass Kinderbetreuung funktioniert und leistbar ist. Wer hier die Kosten erhöht, belastet den Alltag berufstätiger Elteren. Gemeinden müssen sparen, wo es ineffiziente Strukturen gibt – nicht dort, wo Familien auf Unterstützung angewiesen sind.“
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