
Für die schwedische Kronprinzessin Victoria wird die Reise zur Beerdigung ihres geliebten Patenonkels König Harald V. zum Wettlauf gegen die Zeit. Die schwedische Thronfolgerin befindet sich derzeit auf einer UN-Mission in Indonesien, wo ein Vulkanausbruch für massive Probleme im Flugverkehr sorgt.
Am Sonntag brach der Vulkan Anak Krakatau in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra aus. Der Vulkan hatte bereits zuvor Anzeichen erhöhter Aktivität gezeigt. Die Folgen sind inzwischen auch für den internationalen Flugverkehr spürbar: Mehr als 1500 Flüge wurden verspätet oder gestrichen, rund 170.000 Reisende sollen festgesessen haben.
Für Victoria kommt der Ausbruch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Ihr UN-Einsatz sollte ursprünglich bis Dienstag dauern. Die 49-Jährige wollte nach Abschluss ihrer Mission direkt nach Norwegen weiterreisen zum Begräbnis von König Harald fliegen, das am Mittwoch stattfindet.
Der Hof hält an Haralds Beerdigung fest
Trotz des Chaos gibt der schwedische Hof Entwarnung – zumindest vorerst. Informationschefin Margareta Thorgren bestätigte, dass weiterhin geplant sei, Victoria zur Beerdigung nach Oslo zu schicken.
Für Victoria ist die Teilnahme besonders wichtig. König Harald war nicht nur ein enger Freund der schwedischen Königsfamilie, sondern auch ihr Taufpate. Nach seinem Tod verabschiedete sie sich mit sehr persönlichen Worten von ihrem „Onkel Harald“.
Sie beschrieb ihn als einen „allseits beliebten Taufpaten“, der stets gastfreundlich und herzlich gewesen sei. Sein ansteckendes Lachen und das verschmitzte Funkeln in seinen Augen werde sie in Erinnerung behalten.


Nun bleibt Victoria nur zu hoffen, dass die neue Reiseroute funktioniert. Am Wochenende musste bereits die dänische Königin Margrethe ihre Teilnahme absagen. Sie liegt mit Hüftbeschwerden in Krankenhaus.
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