Szene erhitzt Gemüter

Ilzer sauer: „Mangelndes Fußballverständnis“

Deutsche Bundesliga
07.09.2026 13:02
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Von krone Sport

Hoffenheim-Coach Christian Ilzer war nach der bitteren 2:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund sauer auf den Schiedsrichter. Eine Szene erhitzte besonders die Gemüter. „Das ist mangelndes Fußballverständnis“, tobte er.

Zweite Niederlage im zweiten Spiel und wieder wäre für Hoffenheim deutlich mehr möglich gewesen. Nach dem bitteren 2:3 gegen Dortmund wollte TSG-Trainer Christian Ilzer die Pleite zwar nicht am Schiedsrichter festmachen. Eine Szene vor dem Dortmunder Anschlusstreffer brachte den Steirer jedoch in Rage ...

„Das ist mangelndes Fußballverständnis“
„Vor dem 2:1 war es ein ganz klares Foul von Svensson an Wimmer. Er steigt ihm auf die Achillessehne, das ist unstrittig“, wird Ilzer beim „Kicker“ zitiert. Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck hatte das Duell abseits des eigentlichen Spielgeschehens offenbar nicht wahrgenommen. Auch nach der anschließenden Überprüfung blieb Guirassys Treffer bestehen. Weil die Aktion als nicht eindeutig genug beziehungsweise als zu weit vom direkten Spielgeschehen entfernt bewertet wurde. „Er war nicht spielbeteiligt“, habe Ilzer als Erklärung erhalten. Seine Reaktion: „Das ist mangelndes Fußballverständnis.“

Patrick Wimmer im Duell mit Daniel Svensson.
Patrick Wimmer im Duell mit Daniel Svensson.(Bild: APA-Images / dpa Picture Alliance / Frank Hoermann)

Der Hoffenheim-Coach erklärte, warum die Aktion aus seiner Sicht sehr wohl Einfluss auf den Treffer hatte: „Leon Avdullahu schaut in die gegnerische Hälfte, sieht, Wimmer wird gefoult, die Option stirbt ihm weg, er dreht um, dann wird ihm der Ball abgejagt. Nur aufgrund dieses Fouls dreht er ab, ihm wurde eine Offensivoption genommen.“ Und weiter: „Zudem hört Mats Rots auf zu spielen und reklamiert Foul. Das darf natürlich auch nicht sein.“

„Brauchen nicht über den Schiedsrichter reden“
Die Verantwortung für die Niederlage wollte Ilzer dennoch nicht komplett beim Unparteiischen suchen. „Wir brauchen nicht über den Schiedsrichter reden, das bringt uns nicht weiter“, stellte er klar. „Wir haben 2:0 geführt und hätten das dritte Tor machen müssen. Und weiter konsequent verteidigen. Und nicht nachlassen. Auch beim zweiten Gegentor waren wir nicht so konsequent an Guirassy dran.“

Trotz der erneut verspielten Führung sah Ilzer gegenüber dem 2:3 in Köln Fortschritte. „In Köln haben wir uns zu sehr auf Spielkontrolle konzentriert und waren nicht mehr aktiv genug. Das haben wir gegen Dortmund besser gemacht. Die beste Abwehr der vergangenen Saison musst du erst mal vor solche Probleme stellen. Ich habe viel mehr Gutes als Schlechtes gesehen.“

Nach der deutlichen Kritik zum Saisonauftakt will Ilzer seine Spieler deshalb nun vor allem stärken. „Wir müssen viel bestätigen und bestärken. Es dürfen keine Zweifel aufkommen, denn das Leistungslevel ist extrem dicht. Irgendwann müssen wir uns wieder Ergebnisse holen, denn die braucht jedes Team und das stabilisiert uns als Gruppe.“

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