Drei Siege, acht Teilnahmen und jedes Mal auf dem Podest: Vor 30 Jahren begann beim „Race Across America“ ein prägendes Kapitel im Leben des Extremsportlers. Jetzt feierte er mit zahlreichen Wegbegleitern – und verzichtete für den guten Zweck auf Geschenke.
Wenn sich Menschen aus drei Jahrzehnten Abenteuer an einem Ort versammeln, gibt es einiges zu erzählen. In „Sepp’s Bergermühle“ bei Hausherr Sepp Pail in der Steiermark blickte Wolfgang Fasching gemeinsam mit rund 180 Freunden, Sportlern und langjährigen Wegbegleitern auf den Beginn einer außergewöhnlichen Geschichte zurück.
Vor genau 30 Jahren stand der gebürtige Steirer erstmals am Start des legendären „Race Across America“. Mehr als 5000 Kilometer quer durch die USA – und der Auftakt zu einer Erfolgsgeschichte: Achtmal nahm Fasching am Rennen teil, dreimal gewann er und bei jeder Teilnahme schaffte er es aufs Podest. Später folgten weitere Grenzerfahrungen: die Besteigung des Mount Everest, Expeditionen rund um den Globus und die Nonstop-Durchquerung Russlands.
„Auf meinem Weg durfte ich viele Menschen kennenlernen, die mich begleitet, unterstützt und mein Leben bereichert haben. Dieses Wiedersehen nach 30 Jahren RAAM war für mich deshalb etwas ganz Besonderes“, bilanzierte Fasching.
Tom Walek packte Anekdoten aus
Durch den Abend führte Barbara Tesar, die auch für einige Überraschungen sorgte. So holte sie Ö3-Mikromann Tom Walek auf die Bühne, der Fasching bereits 2002 beim RAAM begleitet hatte.
Und der ließ sich nicht lange bitten. Zwischen sportlichen Erinnerungen kamen auch Geschichten zum Vorschein, die wohl in keiner offiziellen Rennchronik stehen – inklusive einer etwas ungewöhnlichen Notdurft während einer Fahrt im Pacecar.
Unter den Gästen befanden sich auch zahlreiche Größen des österreichischen Ausdauersports. Insgesamt kamen 15 der bislang 25 österreichischen RAAM-Starter zur Jubiläumsfeier, darunter Rekordsieger Christoph Strasser und RAAM-Pionier Franz Spilauer.
Statt Geschenken gab es Spenden
So sehr an diesem Abend die sportlichen Erfolge gefeiert wurden, Fasching wollte den Blick auch auf andere richten. Statt Geschenken bat er seine Gäste um Spenden für Global Family, eine Initiative, die Familien in schwierigen Lebenssituationen besondere Urlaubserlebnisse ermöglicht. „Ich habe alle Gäste gebeten, statt Geschenken Geld für Global Family und die Flutopfer in Tibet zu spenden“, erklärte er.
Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 3500 Euro kamen bereits zusammen.
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