Maisie Williams empfand die erste Hälfte ihrer Zwanziger als „die reinste Hölle“. Die Schauspielerin war erst 13 Jahre alt, als sie für die Rolle der Arya Stark in „Game of Thrones“ besetzt wurde. Nach dem Ende der Fantasy-Serie im Jahr 2019 hatte Maisie jedoch zu kämpfen, weil sie nicht wusste, wohin ihr Leben sie als Nächstes führen würde.
Gleichzeitig versuchte sie, ihre Kindheit aufzuarbeiten: Ihre Eltern hatten sich getrennt, als sie noch ein Baby war, und ihr Vater spielte anschließend keine Rolle mehr in ihrem Leben.
Im Gespräch mit der Zeitung „The Guardian“ enthüllte die 29-Jährige: „Die erste Hälfte meiner Zwanziger war die reinste Hölle, aber ich glaube, das geht vielen Menschen so. Ich denke, das hatte viel damit zu tun, dass ,Game of Thrones‘ zu Ende ging und ich nicht wusste, was ich als Nächstes machen würde.“
„Sich an erste Stelle setzen“
Außerdem habe sie einfach eine Pause gebraucht. „Dann hatte es auch mit verspäteten, unbeholfenen Teenagerjahren zu tun und damit, viele Dinge herauszufinden, von denen ich das Gefühl hatte, dass ich sie früher vielleicht nicht richtig erleben oder klären konnte“, erläuterte Maisie.
Auch die Corona-Pandemie und ein Streik in der Unterhaltungsbranche hätten zu dieser schwierigen Phase beigetragen. Maisie, die sich im Februar 2023 von Modedesigner Reuben Selby trennte, betonte jedoch, dass sie in den vergangenen Jahren sehr glücklich mit ihrem Leben gewesen sei. Sie habe gelernt, sich selbst an erste Stelle zu setzen.
„Seit 2023 wurde jeder einzelne Tag besser. Ich fing wieder an, meine Freunde zu treffen. Ich zog aus London weg. Ich lebte allein. Ich war wieder mit meinem Hund zusammen. Alles war anders“, berichtete die Britin. „Zu diesem Zeitpunkt war es an der Zeit, mich einfach selbst zu wählen.“
Vorbild Kim Cattrall
Als Vorbild nannte sie Kim Cattrall und deren Haltung, keinen Ort länger als eine Stunde ertragen zu wollen, an dem sie sich nicht wohlfühle. In den vergangenen drei Jahren habe Maisie deshalb viel gelesen, geschrieben und Yoga gemacht.
Auch Schwimmen, Rad fahren und stundenlanges Spazierengehen mit ihrem Hund seien ein wichtiger Teil ihres Alltags geworden. In dem Interview verriet die „Practical Magic 2“-Darstellerin außerdem, dass sie derzeit in einer glücklichen Beziehung ist. „Ich bin verliebt. Mehr werde ich dazu nicht sagen“, erklärte Maisie.
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