Nächstes Ziel WM

Stärkste Frau Österreichs mischt Männer-Domäne auf

Wien
07.09.2026 11:00

Die gebürtige Wienerin Nicole Gruber setzte sich bei der Premiere des „Strongwoman-Wettbewerbs“ in Villach gegen ihre Mitstreiterinnen als Siegerin durch. Der „Krone“ sagte sie, was sie an den Wettkämpfen fasziniert – und warum sie auch in ihrem Beruf als Sanitäterin davon profitiert.

Zum ersten Mal in der Geschichte heimischer Kraftsport-Bewerbe wurde diesen Sommer in Villach auch nach der stärksten Frau Österreichs gesucht. Gewonnen hat den Titel Nicole Gruber. Der „Krone“ erzählte sich, warum sie

„Krone“: Frau Gruber, viele wissen wahrscheinlich gar nicht, was unter dem „Strongwoman“-Bewerb zu verstehen ist. Was mussten Sie dort erreichen
Nicole Gruber: Es geht über fünf Disziplinen hinweg darum, die Stärkste zu sein. So muss ein Auto mit einer speziellen Vorrichtung angehoben werden. Gestartet wird mit 130 Kilo. Ich konnte mich auf 180 Kilo hocharbeiten. Außerdem müssen unterschiedliche Gegenstände über Kopf gehoben werden. Danach mussten wir ein schweres Metallgestell mit 180 Kilo über 20 Meter weit tragen. Ich habe das in 12 Sekunden geschafft.

Nicole Gruber mit dem amtierenden stärksten Mann Österreichs, Martin Hinteregger, der das Event ...
Nicole Gruber mit dem amtierenden stärksten Mann Österreichs, Martin Hinteregger, der das Event in Villach außerdem organisierte.(Bild: zVg)

...und sich damit die Krone als stärkste Frau Österreichs aufgesetzt. Wie fühlt sich das an?
Also, den Wettkampf gab es so zum ersten Mal. Es ist schön, dass wir unseren Sport sichtbarer machen und dass ich zeigen kann, wie stark Frauen sein können.

Wie oft haben Sie dafür trainiert?
Mit meinem Trainer trainiere ich einmal pro Woche. Den restlichen Einheiten habe ich alleine in meinem Fitnessstudio absolviert. Insgesamt trainiere ich vier- bis fünfmal pro Woche.

Wie sind Sie zu diesem Sport gekommen und was fasziniert Sie daran?
Ich habe mit Krafttraining angefangen. Dann bin ich ins Bodybuilding gerutscht, wo es ja darum geht, dass die einzelnen Muskeln besonders ausgeprägt und sichtbar sind. Ich habe aber gemerkt, dass mein Körper stark darunter gelitten hat. Ich hatte Darm- und Herzprobleme. Dann bin ich über einen Freund zu meinem jetzigen Trainer gekommen, und der hat mich zu dieser Disziplin motiviert.

Was fasziniert Sie am Sport?
Bewegung ist, seit ich 18 Jahre alt bin, ein Fixpunkt in meinem Leben. Es ist für mich ein ganz wichtiger Ausgleich zum Alltag. Ich bin Sanitäterin beim Samariterbund. Ich profitiere enorm von meinem Training, wenn ich schwere Patienten auf Tragen transportieren muss.

Konnten Sie Ihre Kinder bereits mit Ihrer Begeisterung anstecken?
Tatsächlich. Meine ältere Tochter, sie ist 16 Jahre alt, kommt oft zuschauen und trainiert selbst schon mit.

Was ist Ihr nächstes Ziel?
Ich würde es gerne zur Weltmeisterschaft in Florida schaffen. Das wäre mein großer Traum.

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