Johannes Aigner nimmt sich eine Auszeit von seiner Paraski-Karriere. Der fünffacher Paralympics-Sieger und vierfache Weltmeister wolle sich in den kommenden Monaten voll und ganz auf seine Ausbildung konzentrieren und dem Spitzensport für ein Jahr den Rücken kehren, heißt es in einer Aussendung des ÖSV.
„Nach langem Überlegen habe ich mich entschlossen, dieses Jahr nicht im Weltcup zu starten und mir eine Auszeit zu nehmen. Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt, einmal einen Schritt zurück zu machen und mich auf die Matura zu konzentrieren. Das ist die letzten Jahre etwas auf der Strecke geblieben und mir ist bewusst geworden, dass ich meiner Ausbildung nun mehr Zeit widmen möchte. Ich möchte mir dieses Jahr nehmen, ohne schon jetzt zu wissen, wie es danach weitergeht. Nach dieser Pause werde ich entscheiden, ob und in welcher Form ich in den Spitzensport zurückkehre“, wird der 21-jährige Aigner in einer Aussendung des Österreichischen Skiverbandes zitiert.
Alle Kugeln abgeräumt
Bei den Paralympics in Cortina war der Niederösterreicher vergangenen Winter zu einer Bronze- und drei Goldmedaillen gerast, außerdem schmücken fünf weitere Paralympics- sowie acht WM-Medaillen die Edelmetall-Sammlung Aigners.
Mit Guide Nico Haberl gewann Aigner letzten Winter obendrein alle fünf möglichen Kristallkugeln – den Gesamtweltcup sowie die Wertungen in Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf und Slalom. „Ich habe in den vergangenen Jahren mit meinem Team, mit meinem Guide und meinem Umfeld unglaublich viel erlebt und erreicht. Dafür bin sehr dankbar, der Sport hat mir unglaublich viel gegeben und wird auch weiterhin ein wichtiger Teil meines Lebens sein. Aber jetzt möchte ich meinen Fokus auf meine Ausbildung legen und diese Chance nutzen. Ich freue mich darauf, einmal etwas Abstand vom Rennsport zu bekommen. Danach werde ich sehen, wohin mich mein Weg führt“, so Aigner.
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