In Wien gibt es generell wenig Jobs für junge Menschen, die eine Lehrstelle suchen. Das Angebot der Betriebe ist stark zurückgegangen. In einigen Branchen ist es aber leichter.
Wer jetzt nach einer Lehrstelle für Herbst bzw. Winter sucht, ist spät dran. Die großen Unternehmen rekrutieren ab November bereits für das nächste Jahr. Zudem stehen in Wien 5540 Suchenden nur knapp 500 offene Stellen gegenüber. Um fast 40 Prozent weniger als im Vorjahr. Wer einen Job ergattern will, muss sich also doppelt ins Zeug legen.
Gastro, Einzelhandel, Klima-Berufe
Dennoch ist es in manchen Branchen leichter. „Last Minute“-Lehrstellen sind etwa im Einzelhandel oder in der Gastronomie zu finden. Bei Büroberufen oder im Kfz-Bereich sei es schwierig, heißt es vom Arbeitsmarktservice. Generell gute Zukunftsaussichten haben technische Lehrberufe. Besonders jene, die vom Klimawandel profitieren – Sonnenschutztechniker, Kälteanlagentechniker oder Installationsberufe.
Für junge Menschen ist es schwer geworden, eine Lehrstelle auf dem ersten Lehrstellenmarkt zu finden. Leider lassen die Unternehmen hier viel Potenzial liegen.

Winfried Göschl, Wiener AMS-Chef
Bild: Eva Manhart
Und weiterhin gefragt: Tätigkeiten rund um Pflege und Gesundheit. Trotz aller Schwierigkeiten sind für AMS-Wien-Chef Winfried Göschl Handwerk & Co. eine gute Wahl: „Wer nur die Pflichtschule abgeschlossen hat, hat ein dreimal so hohes Arbeitslosigkeitsrisiko wie jemand mit Lehrabschluss.“
Gefragte Fähigkeiten
Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen Bewerber mitbringen? Eine gewisse Aufgeschlossenheit, Neugier und die Fähigkeit, sich halbwegs ausdrücken zu können. Für alle, bei denen es diesmal nicht klappt, steht die überbetriebliche Lehrausbildung zur Verfügung. Hier können von der Holzverarbeitung bis zum Fahrradmechatroniker, verschiedene Berufe erlernt werden.
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