Almabtrieb

Nach langem Abstieg: Kühe wieder daheim im Stall

Land & Leute
06.09.2026 11:30

Für den Almabtrieb am Samstag auf der Loferer Alm tat sich sogar extra ein Sonnenfenster auf. Die Kühe sind sicher beim Hof angelangt. Die Almsaison endet wegen der großen Trockenheit heuer für einige Bauern schon früher. 

Wenn der Almsommer vorbei ist, gibt Senner Klaus Leitinger ein Kommando: „Hoamgeh damma!“ Dann machen sich die farbenfroh geschmückten Tiere auf den Weg zum rund zehn Kilometer entfernten Stall unten im Tal in St. Martin. Der Regen machte sogar Pause.

Jungsennerin Nora Leitinger hat schon jetzt ein gutes Gespür für die Kühe.
Jungsennerin Nora Leitinger hat schon jetzt ein gutes Gespür für die Kühe.(Bild: Kerstin Jönsson)

Ihre Fuikln – so heißt der Kopfschmuck aus Holzspänen – sind so prächtig, dass immer wieder Bewunderer stehen blieben. „Das ist höchste Kunst“, meinte eine Altbäuerin bei einem Stopp.

Fast geschafft: Die Kühe am Heimweg nach St. Martin bei Lofer
Fast geschafft: Die Kühe am Heimweg nach St. Martin bei Lofer(Bild: Kerstin Jönsson)

Wegen der großen Dürre brachten die Bauern ihre Tiere zum Teil schon früher heim. „Es ist sehr unterschiedlich. Almen auf der Sonnenseite waren der der Trockenheit voll ausgesetzt“, so Silvester Gfrerer von den Salzburger Almbauern. Rund 60.000 Rinder weiden im Sommer auf rund 1750 Almen – in diesem trockenen Sommer war zum Teil bis auf den letzten Halm alles abgegrast. Vorwiegend Milchkühe wurden schon früher ins Tal gebracht, weil sich die Futterknappheit auf die Milchmenge auswirkt.

Vielerorts werden die Tiere nicht mehr geschmückt, sondern in Traktoren verladen. Gfrerer: „Es ist auch eine Sicherheitsfrage, weil es zum Teil gefährlich ist, die Tiere auf der Straße heimzuführen.“

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