Schon vor der Premiere der Trigonale warf die „Krone“ einen Blick hinter die Kulissen. Zudem erklärt Intendant Stefan Schweiger, warum man sich nicht nur für ein Konzert beim Festival der Alten Musik entscheiden muss.
Wer schon einmal im Maria Saaler „Paradies“ von Trigonale-Intendant Stefan Schweiger eingekehrt ist – erbaulicher Wohn-, Proben- und Lebensraum im Zeichen der Alten Musik, wird dieses offene Haus nicht so schnell vergessen. Geprobt wird dort oft und derzeit gleicht der lange Baukörper mit seinen weinroten Akzenten und den stimmigen Zubauten einem Resonanzkörper, in dem sich Lachen, Stimmengewirr und Instrumentenstimmen zum Synonym einer quicklebendigen Musikwerkstatt verdichten.
Proben starteten bereits im Mai
Das Ergebnis vieler angeregter, spielerischer Probenarbeit in paradiesischer Atmosphäre konnte man Freitag zum bejubelten Auftakt des Kernfestivals erleben, was bei der Trigonale noch auf dem Programm steht, erzählt Schweiger.
„Wir sind ja bereits im Mai gestartet, die Ausweitung auf ein Ganzjahresfestival erlaubt mir, mich jedem Projekt ganz zu widmen. Außerdem wird das Publikum nicht mehr gezwungen, wie früher aus mehreren Konzerten am Tag zu wählen, sondern kann das ganze Festival mitgehen.“ Besagtes läuft noch komprimiert bis 13. September, um neben dem St. Veiter Rathaus auch Stiftskirche St. Georgen, Maria Saaler Dom und Musik.Werkstatt.Portendorf mit unterschiedlichsten Projekten und der Klangmacht Alter Musik zu füllen, deren Interpreten jünger denn je sind. „Die großen Orchester sterben langsam weg und die Jungen fangen Dank René Jacobs, Jordi Savall oder Nikolaus Harnoncourt schon sehr früh und mit unglaublichem Vorsprung mit Alter Musik an. In dieser Szene ist der Umgang auch demokratischer, empathischer und intimer als im herkömmlichen Orchesterbetrieb“, so Schweiger.
Dass Jugend und Könnerschaft bei der Trigonale Hand in Hand gehen, beweist auch der heurige Konzertreigen, der im Oktober und Dezember weitergeht und aktuell viele hochkarätige Musikerinnen wie Johanna Soller offenbart, die mit 38 Jahren die Niederländische Bachvereinigung als ältestes Barockorchester der Welt leitet.
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