Mehr Gäste in den rund 160 Betrieben machen noch lange keinen positiven Sommer. Der Grund sind die laufenden Ausgaben für Energie, Personal und Instandhaltung. Viele Betreiber, so auch Gemeinden, müssen für das Angebot selbst finanziell etwas zuschießen.
Ins Wasser gefallen ist der heurige Badesommer nicht. Denn Dreiviertel der niederösterreichischen Freibäder durften sich laut Wirtschaftskammer NÖ ob der hohen Temperaturen und vielen Hochsommertage im Vergleich zum Vorjahr über einen Zuwachs an Besuchern freuen. Und dennoch betont Harald Gölles, Sprecher der Bäderbetriebe in der WKNÖ: „Ein guter Sommer verschafft den Betrieben Luft. Er löst aber die strukturellen Herausforderungen nicht.“ Öffentliche Bäder sind kaum kostendeckend zu führen, die Finanzierung wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Gemeinden müssen sogar selbst in den Budgettopf greifen, um weiter einen (Frei-)Badbetrieb anbieten zu können.
Personalsuche schwierig
Investitionen in die Erneuerung der Bädertechnik, die Sanierung von Becken und Sanitäranlagen oder die Umstellung auf erneuerbare Energie schlägt sich vor allem bei älteren Anlage zu Buche. Es sei auch schwierig, Personal zu finden. Und dennoch vermerkt Harald Gölles positiv: „Aufgrund von Personalmangel gab es noch keine Einschränkungen beim Angebot.“ Er wünscht sich, dass die Leute wieder mehr ins Bad gehen, um sie so zu erhalten. Diese müssten halt mit einem attraktiven Gesamtangebot punkten.
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