Neues Rating-Urteil

Steirische Finanzen: Ausblick nicht mehr negativ

Steiermark
05.09.2026 10:39
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Die steirische Finanzlage ist angespannt, doch nun gibt es einen kleinen Lichtblick: Die Ratingagentur Standard & Poor‘s hat den drittbesten Wert in Sachen Kreditwürdigkeit bestätigt und den Ausblick von „negativ“ auf „stabil“ verbessert. 

Erst diese Woche hat die Statistik Austria mitgeteilt, dass die Steiermark die höchste Pro-Kopf-Verschuldung aller Bundesländer hat. Die Gesamtschulden bewegen sich laut Landesrechnungshof bald in Richtung zehn Milliarden Euro, die Landesregierung muss für 2027 ein noch größeres Sparpaket über mehr als 300 Millionen Euro schnüren. 

Kreditwürdigkeit: Drittbester Wert für die Steiermark
Schwierige Zeiten – da kommt diese Nachricht gerade recht: Die Ratingagentur Standard & Poor‘s hat das Rating AA für die Steiermark wie in den vergangenen Jahren bestätigt. Es ist auf einer Skala von AAA bis D der drittbeste Wert, die Kreditwürdigkeit der Steiermark ist also weiterhin auch, „der Zugang zu kostengünstiger Finanzierung bleibt gewährleistet“, heißt es vom Land Steiermark. Zudem wurde der Ausblick für die Zukunft von zuletzt „negativ“ auf „stabil“ geändert. 

Standard & Poor‘s begründet das mit den zuletzt eingeleiteten Maßnahmen, um Kosten zu sparen. Man erwartet sich, dass das Ausgabenwachstum weiter gedämpft wird, auf mittlere Sicht seien eine Verbesserung der operativen Ergebnisse und eine Verringerung der Defizite zu erwarten.

„Wo es möglich ist, werden wir den Sparstift ansetzen“
„Es ist erfreulich, dass im aktuellen Rating der Steiermark unser eingeleiteter Weg der Budgetkonsolidierung entsprechend gewürdigt wird. Wir konnten 2025 dank eines strengen Budgetvollzuges die operative Gebarung ins Plus drehen und die Neuverschuldung auch durch höhere Einnahmen deutlich reduzieren. Diesen Weg setzen wir mit dem Budget 2026 fort“, sagt Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP).

Das Ringen um das Budget wird in den nächsten Wochen intensiver, im Oktober soll es präsentiert werden. „Wo es möglich ist, werden wir auch weiterhin den Sparstift ansetzen, ohne das Bildungswesen, die Gesundheit und Pflege oder die Unterstützung sozialer Härtefälle zu gefährden. Auch die steirische Wirtschaft werden wir selbst unter schwierigen Bedingungen mit aller Kraft gemeinsam weiterentwickeln“, verspricht FPÖ-Landeshauptmann Mario Kunasek. 

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